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HOCHWASSER: In Bruggwald könnte ein kleiner Bach ein ganzes Quartier überschwemmen

Im Bruggwald verläuft ein Bächlein mitten durch die Gärten. Bei einem Unwetter könnte es das ganze Quartier gefährden. Eine Bachoffenlegung soll Abhilfe schaffen. Die Wittenbacher entscheiden Ende Mai.
Johannes Wey
Das trockene Bachbett scheint harmlos. Schlimmstenfalls könnte es aber ein ganzes Quartier überschwemmen. (Bild: Urs Bucher)

Das trockene Bachbett scheint harmlos. Schlimmstenfalls könnte es aber ein ganzes Quartier überschwemmen. (Bild: Urs Bucher)

Das Bruggwald-Quartier gab wieder zu Reden an der Informationsveranstaltung vor der Bürgerversammlung am 28. Mai. Wobei Gemeindepräsident Fredi Widmer die Debatte um eine allfällige Grenzbereinigung nur am Rande streifte: Der Gemeinderat habe den Vorschlag des St.Galler Stadtrats diskutiert und wolle nun die genauen Absichten kennenlernen («Tagblatt» vom 27. April.) An die Adresse der Quartierbewohner, die eine Petition an den Stadtrat gerichtet hatten, hielt Widmer fest: «Es ist wichtig, dass der demokratische Weg eingehalten wird.» Man hätte auch innerhalb der Gemeinde eine Motion oder gar eine Initiative lancieren können.

Quartier liegt in der Gefahrenzone

Doch das Bruggwald-Quartier kennt noch andere Probleme: Entlang des Waldrands verläuft ein Bächlein, dass bei einem Hochwasser weite Teile der Gegend überschwemmen könnte. Das Problem ist, dass der Bach teilweise eingedolt ist und teilweise nicht, erklärte Tiefbauchef Daniel Worni an der Informationsveranstaltung. Bei einem 300-jährlichen Ereignis würde das Wasser überall dort austreten, wo ein offener in einen eingedolten Abschnitt übergeht.

Um das Problem zu beheben, hat die Gemeinde ein Projekt für die Um- und Offenlegung des Bruggwaldparkbachs ausgearbeitet, das an der Bürgerversammlung traktandiert ist. Damit soll die Hochwassergefahr zum grössten Teil gebannt werden.

Weil das Gewässer heute aber zahlreiche Privatgrundstücke tangiert, wäre das Projekt ohne Bachumlegung kaum umzusetzen. Die Ortsbürgergemeinde St. Gallen als Eigentümerin des angrenzenden Waldes habe sich offen für eine Lösung auf ihrem Boden gezeigt. Stimmen die Bürger zu, wird der Wald auf einem Abschnitt von rund 450 Metern gerodet, um Platz für den Bach zu schaffen. Die Rodung wird rund acht bis zehn Meter breit sein. Entlang des Ufers soll im Rahmen einer Renaturierung neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen.

Ganz ohne Eindolung wird es aber auch künftig nicht gehen: An der Kreuzung, wo die Waldstrasse in den Heiligkreuz- und den Peter-und-Paul-Weg übergeht, wird ein neuer Durchlauf erstellt.

Kosten tragen grösstenteils Bund und Kanton

Der Kreditantrag für das Projekt beläuft sich auf gut 790000 Franken. Bund und Kanton werden später jedoch rund 460000 Franken beisteuern. «Das ist der Maximalsatz, weil der Kanton das Projekt als sehr gelungen betrachtet», erklärte Daniel Worni. Die Beiträge, welche von den Grundeigentümern eingefordert werden können, würden den Gemeindeanteil voraussichtlich um weitere 57000 Franken reduzieren, heisst es in der entsprechenden Vorlage.

Natürlich ebenfalls ein Thema waren die Rechnungsabschlüsse der Primarschul- und der politischen Gemeinde. Letztere schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 4,6 Millionen Franken, wovon 2,2 in zusätzliche Abschreibungen und 2,3 ins Eigenkapital fliessen sollen («Tagblatt» vom 7. April 2018). Diese Reserven sollen später auch bei der Finanzierung des Schulhauses Sonnenrain helfen.

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