Hilfe für bedürftige Mütter

Wie wichtig sind die Mutterschaftsbeiträge des Kantons für die Mütter in der Stadt? Diese und weitere Fragen richtet SP-Stadtparlamentarierin Beatrice Truniger Blaser in einer Interpellation an den Stadtrat.

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Das kantonale Gesetz über Mutterschaftsbeiträge ist gemäss Beatrice Truniger Blaser ein sinnvolles Angebot: «Es ermöglicht insbesondere nichterwerbstätigen und bedürftigen Müttern, ihr Kind in den ersten sechs Monaten nach der Geburt selber zu betreuen, ohne auf Sozialhilfe angewiesen zu sein», schreibt die SP-Stadtparlamentarierin in einer Interpellation. Mitte der 1980er-Jahre sei das Gesetz eingeführt worden, doch nun bestehe die Gefahr, dass es «still und leise aufgehoben» werde.

91 Gesuche im Jahr 2015

Dabei sei diese finanzielle Unterstützung notwendig, heisst es in der Interpellation. Die erste Zeit mit einem Baby sei eine sensible Phase, welche «besondere Massnahmen, Hilfen und Unterstützung» rechtfertige. Bei der städtischen Stelle für Mutterschaftsbeiträge seien im vergangenen Jahr 91 Gesuche eingereicht worden; 2014 waren es 77. Zudem seien weitere 21 Abklärungsgespräche geführt worden.

Statistik der letzten zehn Jahre

Beatrice Truniger Blaser möchte vom Stadtrat wissen, wie er die Wichtigkeit der kantonalen Mutterschaftsbeiträge für betroffene Mütter und Familien in der Stadt beurteilt. Weiter fragt sie, wie viele Anträge auf Mutterschaftsbeiträge in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt bearbeitet wurden. Sie fragt auch nach den Konsequenzen im Fall, dass die kantonalen Beiträge abgeschafft würden: Wie viele Mütter und Familien wären betroffen und in welchem Ausmass? Welche finanziellen Auswirkungen hätte das auf die Sozialhilfe? Schliesslich fragt Truniger Blaser, welche Möglichkeit der Stadtrat sieht, sich beim Kanton für die Mutterschaftsbeiträge einzusetzen. (rbe)