HEV will tiefere Steuern in der Stadt

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Versammlung Der Hauseigen­tümerverband (HEV) Sektion St. Gallen liebäugelt damit, politisch aktiv zu werden, um den Steuerfuss der Stadt St. Gallen zu senken. «Vorausgesetzt, die Mitglieder sind einverstanden», sagte Präsident Christoph Solenthaler an der 124. Hauptversammlung am Montagabend. 500 Mitglieder haben an der Versammlung auf dem Olma-Gelände teilgenommen.

Solenthaler kritisierte, dass der Stadtrat erneut das stipulierte Ziel, den Steuerfuss auf den kantonalen Durchschnitt zu senken, nicht erreicht habe. Die Senkung auf 140 Prozent würde die Stadt gemäss Solenthaler circa 6,5 Millionen kosten. Dieser Betrag liege innerhalb der Rundungsdifferenz des Budgets. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament habe es im vergangenen Jahr nicht geschafft, eine Senkung zu erwirken. Nach den Neuwahlen mit dem Wegfall der bürgerlichen Mehrheit rücke eine Steuersenkung in weite Ferne. Daher könne sich der Vorstand durchaus vorstellen, allenfalls eine Bürgerinitiative, welche die Zielsetzung einer Steuerfussreduktion verfolgt, zu unterstützen oder sogar selber aktiv zu werden, sagte Solenthaler ferner.

Theater schnellstmöglich sanieren

Ein weiteres Thema, das Solenthaler anschnitt, war die Haltung der Stadtregierung zur Mobilitäts-Initiative, die er kritisierte. Auch das Theaterprovisorium im Stadtpark war Thema der Versammlung. Mit einer Verhinderung des Provisoriums sei niemandem geholfen. Vielmehr sollte alles unternommen werden, damit das Theater schnellstmöglich saniert werden kann. Der statuarische Teil der Versammlung verlief reibungslos. Die Rechnung wurde abgenommen, und der Vorstand inklusive Präsident wurde für weitere vier Jahre bestätigt. (red)

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