«Heute geschlossen»

N ach dem um zwei Monate verlängertem April stimmt das Wetter endlich wieder. Der Himmel ist blau, das Thermometer wagt sich in (für dieses Jahr) unbekannte Höhen und eine leichte Brise verschafft eine gefühlvolle Abkühlung. Eine weitere Erfrischung bieten die lokalen Strandbäder.

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19. Juli, 30 Grad, Badi zu. (Bild: Google)

19. Juli, 30 Grad, Badi zu. (Bild: Google)

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ach dem um zwei Monate verlängertem April stimmt das Wetter endlich wieder. Der Himmel ist blau, das Thermometer wagt sich in (für dieses Jahr) unbekannte Höhen und eine leichte Brise verschafft eine gefühlvolle Abkühlung. Eine weitere Erfrischung bieten die lokalen Strandbäder. Da die Zeiten des informativen Telefonats vorbei sind, wird die allwissende Datenkrake Google nach nützlichen Informationen befragt. Wenn man diese nun mit Suchbegriffen wie «Rorschach Badi» oder «Strandbad Rorschach» füttert, antwortet Google mit «Strandbad Rorschach: Heute geschlossen». Ein kurzer Blick aus dem Fenster und den eigenen Körper hinunter verrät, dass dies nicht an Temperaturen nahe dem Nullpunkt liegen kann.

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Dass Betriebe ihre Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten bei Suchanfragen direkt anzeigen lassen können, vereinfacht das Leben von potenziellen Kunden sicherlich. Doch was, wenn den automatisierten Antworten ein Fehler unterläuft? Was wenn beispielsweise ein Mann mit hochschwangerer Frau in Wehen das nächstgelegene Spital sucht und dort steht «Heute: Geschlossen»? Natürlich sind das Ausnahmen. Aber sie zeigen ein weiteres Mal, dass die in den allermeisten Fällen korrekt liegende Technologie auch ihre Tücken hat. Die Technologie hat viel Gutes gebracht und viele teils mühsame Aufgaben vereinfacht, trotzdem sollte man ihr nur mit einem gesunden Funken Menschenverstand vertrauen und notfalls trotzdem einfach schnell das Telefon in die Hand nehmen. (joc)