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Henry Dunants Entdecker Georg Baumberger liebte den Alpstein

1887 traf Rotkreuzgründer Henry Dunant verarmt und von der Welt vergessen in Heiden ein. Seine Wiederentdeckung ist dem St. Galler Journalisten und Buchautor Georg Baumberger zu verdanken. Seine Freizeit verbrachte er im Alpstein, wo der Hohe Kasten zu den Lieblingszielen gehörte.
Peter Eggenberger
Dunant-Entdecker Georg Baumberger wanderte viel im Alpstein. Sein Lieblingsziel war der Hohe Kasten. (Bild: pe)

Dunant-Entdecker Georg Baumberger wanderte viel im Alpstein. Sein Lieblingsziel war der Hohe Kasten. (Bild: pe)

Heiden. Henry Dunant lebte äusserst zurückgezogen im Bezirkskrankenhaus von Heiden. Zu seinen seltenen Besuchern gehörte Georg Baumberger (1855– 1931), der den Rotkreuzgründer am 7. August 1895 während mehrerer Stunden interviewte. Baumberger war damals Chefredaktor der St. Galler Zeitung «Die Ostschweiz». In einer Artikelserie in der «Ostschweiz» sowie in der weitverbreiteten deutschen Zeitschrift «Über Land und Meer» sorgte er für Dunants Wiederentdeckung, die eine Reihe von Ehrungen auslöste. Im Jahre 1901 wurde dem Rotkreuzgründer der erste Friedensnobelpreis verliehen.

1905 übersiedelte Baumberger nach Zürich, wo er sich mit grossem Erfolg politisch engagierte. Von 1919 bis zu seinem Tode im Jahre 1931 gehörte er dem Nationalrat an.

Lieblingsziel Hoher Kasten

Baumberger war ein Freund der Appenzeller Bergwelt. In seinem Buch «Juhu-Juuhu – Appenzeller-Land und Appenzeller-Leut» beschreibt er eine Wanderung auf den Hohen Kasten, der sein Lieblingsberg war. «Wie oft ich schon droben war, weiss ich bald nicht mehr. Dagegen weiss ich ganz genau, dass es noch jedes Mal glückliche Stunden gewesen sind.

Und wenn man oberhalb vom Ruhsitz den Kastenkopf direkt in nächster Nähe hat, sieht man eigentlich erst, was für ein stolzer mächtiger Kerl dieser ist, mit seinem zweiterrassigen, fast senkrechten und schlanken Felsaufbau von mehr als dreihundert Metern Höhe», schwärmte Baumberger.

Tiefblicke ins Rheintal

«Hat man dann aber den Kamor und Hohen Kasten verbindenden Grat erreicht, tut sich plötzlich der Blick auf das ganze Rheintal auf. Fast senkrecht liegt es tief unten zu Füssen: das Dörflein Plona, ein winziges Bergjuwel.

Und dann die Dörfer alle auf der Schweizer und der Vorarlberger Seite. Und mittendrin der junge, rauschende Rhein, der ohne Rast dem Bodensee zueilt.»

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