Hemberg hat Kurven gemeistert

Trotz des Abbruchs des Rennens kurz vor Schluss wegen des Gewitters am Sonntag zeigt sich der Präsident des Bergrennens Hembergs, Christian Schmid, zufrieden. Der Anlass habe an Beliebtheit gewonnen.

Michael Hug
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Christian Schmid OK-Präsident Bergrennen Hemberg, Ebnat-Kappel (Bild: Michael Hug)

Christian Schmid OK-Präsident Bergrennen Hemberg, Ebnat-Kappel (Bild: Michael Hug)

Herr Schmid, wie ist das 4. neue Bergrennen für Sie abgelaufen?

Christian Schmid: Sehr positiv, sehr reibungslos, wir hatten einen Teilnehmerrekord mit 200 Fahrern, viele Romands und auch solche aus Deutschland und Österreich. Das zeigt doch, dass das Bergrennen Hemberg an Beliebtheit gewonnen hat.

Hatten Sie nicht mehr Zuschauer erwartet?

Schmid: Wir waren vorbereitet für 10 000 Leute, aber der Wetterbericht, der ständig von Gewittern und Hagel sprach, hat wahrscheinlich etliche Zuschauer abgehalten. Ich bin aber mit dieser Grösse sehr zufrieden, mir scheint, das Bergrennen hat seine Balance irgendwo bei 7000 bis 8000 Zuschauern gefunden.

Wie haben Sie sich auf das Gewitter vorbereitet?

Schmid: Um halb zwei haben wir in Absprache mit Polizei, Feuerwehr und Rennleitung beschlossen, wie wir die Zuschauer informieren. Um drei Uhr haben wir informiert, darauf hat die Abwanderung vom Gelände eingesetzt. Wir hatten auch einen Evakuierungsplan, aber wir mussten ihn nicht umsetzen.

Ging dieses Verlassen des Geländes ruhig vonstatten?

Schmid: Das brauchte naturgemäss etwas Zeit. Jene, die am weitesten weg vom Ausgang waren, brauchten länger, so dass die Abwanderung ruhig und kontinuierlich ablief. Die Shuttlebusse konnten alle Leute aufnehmen, es ist nie zu einer ungeordneten Situation gekommen.

Hat der Abbruch einen Einfluss auf das finanzielle Ergebnis?

Schmid: Ja, es ist sicher Umsatz im Bereich Verpflegung verlorengegangen. Aber wäre das Gewitter um elf Uhr eingetroffen, wäre es viel schlimmer gewesen.

Was meinen Sie zum Auftritt der PC-7-Staffel?

Schmid: Das war sicher ein grosses Highlight, das sagten mir viele Zuschauer. Ich glaube, auf dem Gelände war niemand, der gesagt hätte, das hätte es jetzt nicht gebraucht. Möglicherweise gibt es ausserhalb auch einige Stimmen dagegen, aber bis zu mir ist nichts vorgedrungen.

Hat Sie dieses Engagement etwas gekostet?

Schmid: Nein, sie kostet nichts. Man muss aber die Prämie für die Versicherung von 30 Millionen Franken übernehmen. Allerdings kann man die Staffel nicht einfach so bestellen, sondern man muss sich bewerben und wird dann berücksichtigt oder eben nicht.

Können Sie sagen, wie viel Wertschöpfung das Bergrennen der Region bringt?

Schmid: Das weiss ich nicht. Es bleibt aber sicher einiges in der Gemeinde und in der Region. Wir berücksichtigen beim Einkauf der verschiedensten Leistungen immer zuerst die einheimischen Gewerbler.

Gibt es nächstes Jahr das kleine Jubiläum zur 5. Durchführung des neuen Hemberger Bergrennens?

Schmid: Ich möchte unbedingt, dass es auch nächstes Jahr ein Bergrennen auf den Hemberg gibt!

Im Spezial-Fiat die kurvige Bergstrecke hoch: Mit 200 Fahrern erreichte Hemberg einen neuen Teilnehmerrekord. (Bild: Ralph Ribi)

Im Spezial-Fiat die kurvige Bergstrecke hoch: Mit 200 Fahrern erreichte Hemberg einen neuen Teilnehmerrekord. (Bild: Ralph Ribi)