Heizsystem überdenken

In Andwil soll aus dem heutigen Pfarreiheim ein modernes Pfarreizentrum entstehen. Ein Projekt liegt vor. Und es wird grundsätzlich gutgeheissen, auch wenn es einige Kritikpunkte gibt.

Marianne Bargagna
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Bald ausgedient: Das heutige Pfarreiheim in Andwil soll einem modernen Pfarreizentrum weichen. (Bild: Lukas Aebersold)

Bald ausgedient: Das heutige Pfarreiheim in Andwil soll einem modernen Pfarreizentrum weichen. (Bild: Lukas Aebersold)

andwil-arnegg. Das Flachdach, die Grösse des Pfarreizentrums und die Heizung, eine Kombination aus Ölheizung und Wärmepumpe, sind Punkte, die an der Vorstellung des Projektes «Pfarreizentrum» zu Diskussionen Anlass geben.

Ein gutes Projekt, aber…

Das Projekt, das der Kirchenverwaltungsrat den Stimmberechtigten zur Genehmigung unterbreitet, basiert auf jenem Projekt, das vor zehn Jahren in einem Wettbewerb als Sieger erkoren wurde (Tagblatt 26.1.2010).

An der Informationsveranstaltung vom Freitag waren auch Kirchbürger anwesend, die vor zehn Jahren eine Erweiterung des heutigen Pfarreiheims planten. Einer von ihnen sagte: «Es macht mir Freude, das heutige Projekt.» Er war nicht allein mit dieser Meinung. «Ich stehe hinter dem Projekt. Das kommt bestimmt gut, auch wenn ich nicht so glücklich bin mit dem Flachdach», sagte ein anderer.

Kritik am geplanten Heizsystem

Er ist nicht der einzige, dem das Flachdach ein Dorn im Auge ist. Für einen anderen Kirchbürger passt das Flachdach nicht ins Dorfbild, nicht zur Kirche. Ihm entgegnete Thomas Konrad, Präsident des Kirchenverwaltungsrates, dass sie sich die Sache mit dem Flachdach gut überlegt hätten. Die heutige Technik sei gut. Ähnliches sagte der Architekt, Thomas Lehmann. Er sei überzeugt davon, dass ein Flachdach das Richtige sei.

Als schön und zukunftsgerichtet bezeichnete ein anderer Votant das Projekt. «Die Heizung, eine kombinierte Öl-Wärmepumpe-Heizung, ist aber ein Schwachpunkt.» Dazu gab es weitere Voten. Zwei Systeme würden mehr Aufwand in Sachen Unterhalt verursachen, wurde moniert. Nicht verschwiegen wurde, dass die Realisierung eines einzigen Heizsystems, zum Beispiel einer Erdsondenheizung, anfänglich mehr Kosten verursachen würde. «Aber die öffentliche Hand muss auch Vorbild sein», sagte ein Votant. Der Kirchenpräsident hörte diese Voten und versprach.

«Wir schauen die Sache garantiert nochmals genau an.»

Zu gross?

Dann gab es noch die Frage, ob es nötig sei, ein Pfarreizentrum für 200 Personen zu realisieren. Der Votant wurde darauf hingewiesen, dass es 200 Plätze aber nur bei Konzertbestuhlung gebe, anderseits der Saal unterteilbar sei. Und es gebe viele Veranstaltungen, für die man mehr brauche als nur einen Stuhl pro Person.

Die Kosten waren, ausser im Zusammenhang mit dem Heizsystem, kein Thema. Für das neue Pfarreizentrum wird mit Kosten von etwa 2,3 Millionen Franken gerechnet. Die Gemeinde Andwil hat einen Beitrag bereits zugesagt. Auf die Antwort der Stadt Gossau warten die Andwil-Arnegger noch. Thomas Konrad sagte auch, dass der Steuerfuss um zwei Prozent erhöht werden müsse. Darüber und über den Baukredit können die Stimmberechtigten an der Kirchbürgerversammlung vom 22. März befinden. Eine Vorversammlung findet am Montag, 15. März, 19.30 Uhr, statt.

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