Heitere Kunst in der Klinik

Die Malerin und Musikerin Verena Staggl stellt zurzeit in der Klinik Stephanshorn aus. Sie zeigt fröhliche Bilder – aus einem besonderen Grund.

Ruth Frischknecht
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Bild im Bild: Verena Staggl verbindet Seidenpapier mit Ölfarbe. (Bild: Ruth Frischknecht)

Bild im Bild: Verena Staggl verbindet Seidenpapier mit Ölfarbe. (Bild: Ruth Frischknecht)

Einige Bilder sind bunt und leuchten. Koffer schweben durch das Bild. Einige Gemälde sind in Grautönen gehalten – aber deshalb nicht weniger interessant anzuschauen. Gemalt hat sie die St. Galler Künstlerin Verena Staggl. Mit ihren Bildern von Wäscheleinen aus verschiedenen Ländern der Welt wurde sie bekannt. Nun zeigt Staggl bis zum 7. Januar Werke im Eingangsbereich der Klinik Stephanshorn. Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Nur keine Schwermut

Verena Staggls Ausstellung «Kunst in der Klinik» hat keinen Themenschwerpunkt. Die Bilder hat sie dennoch nach bestimmten Kriterien ausgewählt: «Ich stelle hauptsächlich heitere und bunte oder ruhige, aber bestimmt keine schwermütigen Bilder aus. Ich wollte damit ein Gegengewicht zu diesem Ort bilden, wo oft Trauriges und Schwieriges passiert.»

Ihre Gemälde entstehen in mehreren Schritten. Die Künstlerin nimmt ein Foto und fertigt einen Abrieb davon auf Seidenpapier an. Dieses Seidenpapier klebt sie dann auf eine mit Öl bemalte Leinwand.

Der Farbe einen Körper geben

«Ich trage unzählige Schichten Farbe auf die Leinwand auf, und einige davon auch wieder ab», sagt Staggl. So schimmern verschiedene Farben durch «und die Flächen erhalten einen Körper». Auf einigen Bildern fügt sich das Motiv auf dem Seidenpapier exakt in die auf der Leinwand dargestellte Umgebung ein, mal hebt sich das Bild im Bild ganz klar vom Hintergrund ab. Durch ungewöhnliche Blickwinkel auf die Natur erhalten die Gemälde zusätzliche Spannung. Interessant für die Künstlerin ist aber etwas anderes. «Ich finde es faszinierend, was ich alles über Leute erfahren kann, wenn sie meine Bilder betrachten.»