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Heissester Verbrecher der Welt feiert in St.Gallen

Street Gang
Wie das Leben so spielt: Jeremy Meeks von der Strassen-Gang über den Laufsteg und am Samstag im Ivy Club. (Bild: Gabriel Olsen/Getty)

Wie das Leben so spielt: Jeremy Meeks von der Strassen-Gang über den Laufsteg und am Samstag im Ivy Club. (Bild: Gabriel Olsen/Getty)

Jeremy Meeks – bei diesem Namen zucken die meisten erst einmal ahnungslos mit den Schultern. Bekannter ist er unter dem Titel «heissester Verbrecher der Welt». Spätestens seinen Mug-shot –englisch für Verbrecherfoto – kennt aber fast jeder. Markante, gleichmässige Gesichtszüge, dunkler Teint, auffallend blaue Augen und Tätowierungen, er ist das personifizierte Bad-Boy-Syndrom. Böser Junge plus attraktiv gleich unsäglich anziehend. Verschiedene Studien haben verschiedene Ursachen heraus- gefunden, weshalb diese Kombination so anziehend ist. Am Samstag haben die St.Gallerinnen (und St.Galler) Gelegenheit zu testen, wie anfällig sie selbst auf dieses Bad-Boy-Image sind. Meeks ist dann Special Guest im Ivy Club.

Meeks’ Geschichte könnte als Vorlage dienen für einen Hollywood-Film aus der Reihe «nett, aber völlig am richtigen Leben vorbei und hoffnungslos überzeichnet». Der 33-Jährige wurstelte sich als Kleinkrimineller durchs Leben, gehörte einer berüchtigten Street Gang an, und wurde 2014 wegen illegalen Waffenbesitzes und schweren Diebstahls zu zwei Jahren Haft verurteilt. Sein Verbrecherfoto, das bei seiner Verhaftung geschossen wurde, schaffte den Weg in den digitalen Kreislauf und grassierte dort wie ein Virus. Hin und weg von diesem Verbrechergesicht wollten etliche User(innen) zusammenlegen, um die 900'000 Dollar Kaution zu zahlen. Was sie mit ihm gemacht hätten, wäre er um die Gefängnisstrafe herum gekommen, wird für immer ein Geheimnis bleiben, denn Meeks wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verknackt.

Im Frühjahr 2015 wurde er wegen guter Führung frühzeitig entlassen und diverse Modelagenturen hiessen ihn mit Vertragsangeboten in der Freiheit willkommen. Vor einem Jahr hatte er sein Laufsteg-Début an der New York Fashion Week. Danach lief er an der Fashion Week in Mailand und erschien auch in einer Werbekampagne für Sonnenbrillen.

Mittlerweile ist Meeks Berichten nach Multimillionär, lebt in einer schicken Villa, hält es mit ehelicher Treue nicht so streng und tingelt durch die Welt als… ja, als was eigentlich? Professioneller Partygänger? Anheizer in Klubs? Jedenfalls lässt er sich dafür bezahlen, dass er sein Gesicht ein paar Stunden in einem Klub zeigt. Wie viel er für den Auftritt am Samstag im Ivy Club erhält, wird nicht verraten. Da die Gagen der Laufsteg-Models im Keller sind, scheint das Special-Guest-Sein in der Party-Hochburg St.Gallen keine schlechte Alternative. Das ist der Unterschied von einem Hollywood-Streifen zum Real Life: Der Film hätte mit dem Gang über den Runway als Höhepunkt geendet. Das wirkliche Leben führt einen aber weiter. Vom Laufsteg in New York in einen St.Galler Klub. (rsp)

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