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«Heiraten im Eis ist wie ein Märchen»

Nachgefragt
Das frischvermählte Paar verlässt die Eiskapelle in Jukkasjärvi. (Bild: Asaf Kliger)

Das frischvermählte Paar verlässt die Eiskapelle in Jukkasjärvi. (Bild: Asaf Kliger)

Kürzlich gaben sich die Publikumslieblinge des Rorschacher Sandskulpturen-Festivals im Icehotel in Nordschweden das Jawort. Wilfred Stijger enthüllt, warum Edith van de Wetering und er sich für die Hochzeit in der selbst gebauten Eiskapelle am Polarkreis entschieden, und wieso er seinen Ring bereits nicht mehr finden kann.

Herr Stijger, wie kommt man darauf, in einer Eiskapelle zu heiraten?

Wilfred Stijger: Edith und ich hatten schon mehrfach fürs Icehotel Kunstsuiten gestaltet. Es gibt dort jedes Jahr auch eine Kapelle für Taufen und Hochzeiten. Vor zwei Jahren hatte ich die Idee, wir könnten doch diese für unsere Hochzeit bauen. Edith sagte ja, was für ein Glück. Wie cool ist es denn, seine eigene Kirche zu bauen, und dann darin zu heiraten?

Trotzdem haben Sie sich erst jetzt getraut. Machte jemand einen Rückzieher?

Stijger: (lacht.) Das Wetter! Es war damals viel zu warm und wir hatten einen riesigen Stress, die Kapelle überhaupt fertigzustellen. Darum mussten wir die Hochzeit verschieben. Wir liessen uns aber nicht vom Plan abbringen.

Normalerweise wechseln die Künstler für die öffentlichen Bereiche wie Eingangshalle und Kapelle im Icehotel. Weshalb durften Sie erneut ran?

Stijger: Unsere Künstlerkollegin Tjåsa Gusfors, die auch schon in Rorschach war, fragte, ob wir ihr dabei helfen würden. Fast hätte das allerdings auch wieder nicht geklappt, weil bei Tjåsa Krebs diagnostiziert wurde und bis eine Woche vor Baustart nicht klar war, ob sie überhaupt mittun können würde. Wir begannen mit Eingangshalle ohne sie, glücklicherweise konnte sie aber nach ihrer Behandlung für die Kirche anreisen. Das Mandala vorne im Raum war ihre Idee.

Die Kapelle trägt den Namen «Flower Power». Wieso haben Sie Blumen als dominantes Sujet gewählt?

Stijger: Weil sie wie das Eis vergänglich sind. Die Kapelle schmilzt im Frühling wieder. Wir mögen die Idee, dass alles schmilzt, unsere Liebe aber bestehen bleibt. Darum hatten wir auch Ringe aus Eis. Die schmolzen natürlich langsam dahin, also ass ich meinen am Ende!

Hat sich das lange Warten gelohnt?

Stijger: Ja. Es war ein Gefühl wie im Märchen. Die Icehotel-Crew hat alles arrangiert. Die Zeremonie war wunderschön, viel Musik, auch Gesang von Tjåsa. Heiraten im Eis ist toll! (schmunzelt.) Und falls wir uns je scheiden lassen sollten, können wir einfach die Bar des Icehotels gestalten und uns dort betrinken. (cot)

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