Heimatschutz mit Finanzsorgen

ESCHENZ. Der Thurgauer Heimatschutz (THS) sorgt sich nicht nur um den Erhalt wertvoller Bausubstanz, sondern auch um seine eigenen Finanzen: 2012 mussten die Hüter alter Gebäude einen Verlust von über 27 000 Franken hinnehmen. Nun sucht der Heimatschutz neue Geldquellen.

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ESCHENZ. Der Thurgauer Heimatschutz (THS) sorgt sich nicht nur um den Erhalt wertvoller Bausubstanz, sondern auch um seine eigenen Finanzen: 2012 mussten die Hüter alter Gebäude einen Verlust von über 27 000 Franken hinnehmen. Nun sucht der Heimatschutz neue Geldquellen.

Zudem stagnierten, so erklärte THS-Präsident Uwe Moor an der Jahresversammlung, die Mitgliederzahlen und die Einnahmen aus dem Schoggitalerverkauf. Mehr «zu schreiben» geben die vielen Rekurse – laut Moor vor allem, weil die Rechtsverfahren immer professioneller würden. «Die Investoren sind heute nicht mehr Private, sondern Leute, die sich im Baurecht sehr gut auskennen.» Diese drohten bei einem angekündigten Rekurs, den THS im Falle einer Verzögerung privatrechtlich zu verklagen. Sollte man einen Prozess verlieren, so sei es schnell einmal ums restliche Verbandsvermögen geschehen.

«Die Verfahren bringen uns an den Anschlag», so Moor. «Wir rennen von einer Einsprache zur nächsten.» Problematisch sei auch, dass viele geschützte Häuser von der öffentlichen Hand an Private übergingen. So würden Schulen und Kirchen bei den Schutzplänen oft grosszügig behandelt – weil man nicht davon ausgehe, dass sie einmal verkauft würden. «Problemgemeinden» aus Sicht des THS sind Weinfelden, Arbon und Kreuzlingen. (lam)

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