Heilige Frauen als Thema des Kirchenfestes

Wie jedes Jahr wurde das Patrozinium der katholischen Pfarrei St. Magdalena zu einem Fest, das sowohl von der Musik als von der Botschaft her besonders geprägt war und schliesslich auch zu frohem Verweilen unter dem Ahornbaum Anlass gab.

Drucken
Teilen

untereggen. Fünfzig Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre Untereggen und Eggersriet, Solisten, ein Streichensemble und Iris Schwager an der Orgel trugen unter der Leitung von W. Elsensohn Ignaz Reimanns feierliche Pastoralmesse vor. Die Messe feierte Pfarrer Roland Eigenmann zusammen mit Pfarreileiter Wieland Frei. Als Festprediger ging der reformierte Theologe Professor Dr. Max Schär, ein anerkannter Kenner der St. Galler Stadtheiligen, der Geschichte Wiboradas nach. Das ist jene in Konstanz geborene Frau, welche nach einer Wallfahrt nach Rom vorerst Arme und Kranke in ihre elterliche Burg aufnahm, dann als unabhängige Nonne fast den ganzen Tag in der Kapelle bei St. Georgen betete. Schliesslich liess sie sich als Inklusin in der Klause bei Sankt Mangen einschliessen, um zu beten, am gegen aussen geöffneten Fenster Rat zu geben und nach einer Offenbarung die Mönche des Klosters vor dem Überfall durch die Ungarn zu warnen. Sie selber blieb in der Klause, erlebte das von ihr ersehnte Martyrium, um mit und für Christus, mit welchem sie sich ein Leben lang verbunden wusste, zu sterben. Wie Maria Magdalena stand Wiborada mit Jesus in unmittelbarer Verbindung. Weil sie diese Verbindung mit Gott suchten und pflegten, können diese beiden Heiligen für Frauen und Männer gleichermassen wegweisend sein.

Anschliessend an den Gottesdienst sass man unter dem Ahornbaum zusammen, um die Sonne, das Essen und die Gemeinschaft zu geniessen. (pb.)

Aktuelle Nachrichten