Hauswirtschaft-Verband stellt sich neu auf

Der Berufsverband Ostschweizer Hauswirtschaft steht unter Spardruck und will daher grösser und schlagkräftiger werden. Das Angebot wird überarbeitet.

Reinhold Meier
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SARGANS. Der neue Name des traditionsreichen Verbandes lässt den erweiterten Anspruch erkennen. Denn die als «Hauswirtschaft St. Gallen/Liechtenstein» bekannte Organisation firmiert künftig als «Hauswirtschaft Ostschweiz». Dies auch, weil neu die beiden Appenzeller Halbkantone mit vertreten sind. Der Thurgau soll bis in zwei Jahren das Konkordat der dann insgesamt vier Kantone und des Fürstentums komplett machen, wie Präsidentin Denise Flück vor den rund 60 Hauswirtschafterinnen im Schloss Sargans ankündigte.

Berufsbild bekannter machen

Damit reagiert man auf zurückgehende Mittel und schwindende Nachfrage am Hauswirtschaftsjahr. «Wir müssen das Brückenangebot und das Berufsbild bekannter machen», legt Vizechefin Iris Lindemann dar. In den letzten zehn Jahren habe sich die Nachfrage am Hauswirtschaftsjahr von rund 70 Teilnehmenden jährlich auf zuletzt noch 33 praktisch halbiert.

In Zukunft soll es nur noch zwei Schulstandorte geben, im Raum St. Gallen sowie im Raum Buchs/Sargans. Auch das Angebot wird überarbeitet, nicht zuletzt wegen Sparanstrengungen des Kantons.

Zudem hat der Verband in diesem Jahr erstmals keinen Staatsbeitrag des Kantons St. Gallen mehr erhalten. So fehlen ihm nun und auch künftig jährlich 5000 Franken. «Das ist viel Geld für uns», bedauert Flück die Sparübung. Die Versammlung beschloss denn auch mehrheitlich eine nicht ganz unumstrittene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Sie soll zwei Drittel der Ausfälle kompensieren.

Neu im Vorstand

Von der Versammlung geehrt wurde Erika Brandner aus Vaduz, die als langjährige Ausbildungsverantwortliche aus dem Vorstand ausscheidet. Zur Nachfolgerin gewählt wurde Marianne Meienberger aus Balgach.

Der Verband organisiert seit 90 Jahren Hauswirtschaftsprüfungen und hat schon 1940 ein einheitliches Lehrprogramm entwickelt. Heute steht nebst der Ausbildung von Fachpersonen auch die Werbung für die öffentliche Anerkennung der Hauswirtschaft im Zentrum.