Haussegen hängt in Gommiswald schief

Die Gemeindepräsidentenwahl in Gommiswald wird von Vorwürfen überschattet. Ein Kandidat hat sich Knall auf Fall zurückgezogen. Wenn der verbleibende SP-Kandidat am 24. April das absolute Mehr nicht erreicht, droht ein zweiter Wahlgang.

Conradin Knabenhans
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Gemeindehaus Gommiswald. (Bild: Geri Schedl)

Gemeindehaus Gommiswald. (Bild: Geri Schedl)

Roman Bernet hatte letzte Woche genug. Genug von der «Verhinderungspolitik im Gemeindehaus», namentlich vom jetzigen Gemeindepräsidenten Peter Göldi, und von den anonymen Briefen und Plakatkampagnen gegen ihn. Obwohl von der Findungskommission vorgeschlagen, will er nicht mehr Gemeindepräsident werden. Damit ist SP-Mann Peter Hüppi (SP) der einzige Kandidat für den ersten Wahlgang ums Gemeindepräsidium Gommiswald vom 24. April. Unter anderem habe CVP-Gemeindepräsident Peter Göldi seine Macht missbraucht und die Wähler mit falschen Informationen im Gemeindeblatt in die Irre geführt, klagte Bernet.

Wirbel um Wahlausschuss

Stimmen in Gommiswald sagen, Göldi und Bernet seien im Streit auseinander. Bernet sass bis 2014 im Gemeinderat. Urs Metzger, Präsident der Findungskommission, ärgert sich über Göldi. Der Gemeindepräsident habe verhindert, dass im Mitteilungsblatt der Gemeinde die richtige Zusammensetzung der Findungskommission abgedruckt wurde. Bernet, der ebenfalls in der Kommission sass, bestand auf einer Einzelkandidatur, was einzelnen Bürgern sauer aufstiess. Später soll Göldi den Rücktritt von Bernet aus der Findungskommission absichtlich nicht im Gemeindeblatt kommuniziert haben. Göldi weist diese Vorwürfe aber zurück.

Wie sieht Göldi die Zukunft seiner Gemeinde? «Der Pulverdampf wird verrauchen.» Die Minderheit werde den Wahlausgang akzeptieren müssen. Die heftigsten Rundumschläge würden in die Geschichte eingehen oder vielleicht auch in Vergessenheit geraten.

Dennoch auf dem Wahlzettel

Bernet wird trotz seines Rückzugs auf dem Wahlzettel für den 24. April stehen, gemeinsam mit dem Namen von Peter Hüppi und einer Leerzeile für alternative Kandidaten. So wollen es die Regeln des Kantons.