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«Haus der Völker» geplant

ST.GALLEN. Mit der Aktion «Solidarische Weihnachten» protestiert das Solidaritätsnetz Ostschweiz in St.Gallen gegen «die Kälte in der Ausländer- und Asylpolitik». Der Verein bleibt aktiv und erarbeitet ein Projekt für ein «Haus der Völker».

«15 Flüchtlinge haben eine Woche lang mit den Bewohnern der Abbruchliegenschaft hinter dem St.Galler Bahnhof zusammengelebt», erklärt Andreas Nufer vom Solidaritätsnetz Ostschweiz. Rund 900 Personen haben an den verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen.

Aus dem Können ein Müssen gemacht?
«Personen mit einem rechtskräftigen Wegweisungsentscheid, denen eine Ausreisefrist angesetzt worden ist, können von der Sozialhilfe ausgeschlossen werden», heisst es im revidierten Asylgesetz. Der Kanton St.Gallen mache aus dem Können ein Müssen, kritisiert das Solidaritätsnetz Ostschweiz. Seit Anfang 2008 erhalten abgewiesen Asylsuchende nur noch Nothilfe.

Seit 12 Monaten in der Zivilschutzanlage
In einigen Gemeinden sind die Flüchtlinge in Zivilschutzanlagen untergebracht. Tagsüber sind die Notunterkünfte geschlossen. Dann stehen die Asylsuchenden auf der Strasse. Laut Nufer müsse etwa in Rorschach ein Sudanese seit bald zwölf Monaten in einer Zivilschutzanlage übernachten.

Gesamthaft wurden der Stadt Rorschach sieben abgewiesene Asylsuchende zugeteilt, erklärte Stadtschreiber Bruno Seelos auf Anfrage der SDA. Zwei Personen sind in der Zivilschutzanlage untergebracht, drei haben privat eine Bleibe gefunden und zwei Personen sind im Gefängis.

Bereits weiteres Projekt geplant
Seit 2004 bietet das Solidaritätsnetz Ostschweiz in St.Gallen einen kostenlosen Mittagstisch für Menschen mit einem Nichteintretensentscheid (NEE) an. Darüber hinaus begleiten Vereinsmitglieder die Flüchtlinge zu den Behörden, drängen auf bessere Unterkünfte und sorgen dafür, dass Familien, die getrennt wurden, wieder zusammengeführt werden. «Wir haben rund 40 Betreuerinnen in den verschiedenen Regionalgruppen», sagt Nufer.

Die Aktion «Solidarische Weihnachten» endet am 31.Dezember mit einem Silvesterball, das Solidaritätsnetz Ostschweiz hat bereits ein weiteres Projekt in Planung. In einem «Haus der Völker» in St.Gallen soll der ständige Austausch von verschiedenen Kulturen ermöglicht werden. (sda)

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