HAST: Reihenweise Zonenplanänderungen in St.Gallen und Gossau

Bevor das neue kantonale Planungs- und Baugesetz auf den 1. Oktober in Kraft gesetzt wird, sollen in St. Gallen und Gossau noch diverse Zonenplanänderungen vorgenommen werden. Sie wurden nun öffentlich aufgelegt.

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Beim Bahnhof St.Fiden soll ein Gebiet der Kernzone K5 zugeteilt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Beim Bahnhof St.Fiden soll ein Gebiet der Kernzone K5 zugeteilt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Der Grund für die ganze Reihe von Zonenplanänderungen, die nun unter anderem in der Stadt St.Gallen und in Gossau aufgelegt werden, ist die Angst vor einer Blockade wichtiger Bauprojekte.

Sobald nämlich das neue kantonale Planungs- und Baugesetz in Kraft ist, gilt eine Übergangsbestimmung: Danach dürfen solange keine Änderungen an den Zonenplänen mehr vorgenommen werden, bis es in der Gemeinde eine neue, an das kantonale Gesetz angepasste Bauordnung gibt.
 

Zehn Jahre Wartezeit

Dies könne aber bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen, teilte die Stadt St.Gallen am Montag mit. Der Stadtrat hat deshalb eine ganze Reihe von Zonenplanänderungen erlassen, die Projekte betreffen, die in den nächsten Jahren realisiert werden könnten.

Insgesamt sind 16 Bau- und Entwicklungsvorhaben bekannt. Bei der Mehrheit sei eine Umzonung von bereits bestehendem Bauland notwendig, heisst es in der Mitteilung. Beispielsweise sollen Gebäude mit mehr Geschossen als bisher errichtet werden können.

Eine grössere Änderung betrifft das Gebiet in St.Fiden zwischen Bach- und Lindentalstrasse, das Gegenstand einer Testplanung ist. An diesem Standort soll im Zusammenhang mit der Umnutzung des Güterbahnhofareals ein neuer Ortsteil mit zentrumsbildender Funktion entstehen. Voraussetzung dafür ist die Einteilung in die Kernzone K5, die der Stadtrat nun beantragt.

Um- und Aufzonungen sind auch in den Gebieten Wolfgangshof, Liebegg, Girtannersberg und Bruggwiesen vorgesehen. Eine weitere bedeutende Änderung betrifft das Ruckhalden-Areal, das heute noch von den Gleisen der Appenzellerbahn durchschnitten oder für Schrebergärten genutzt wird. Dort ist neu eine grosse Wohnzone vorgesehen.
 

Das gleiche Vorgehen in Gossau

Am Montag hat auch die Stadt Gossau aus dem gleichen Grund wie St.Gallen über mehrere Zonenplanänderungen informiert. Sie betreffen unter anderem das bald nicht mehr genutzte Betagtenzentrum Schwalbe, ein Projekt mit sieben Wohnbauten in Arnegg oder einen Parkplatz beim Walter Zoo, der langfristig gesichert werden soll. Insgesamt wurden sieben Teilzonenpläne öffentlich aufgelegt. (sda)