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HARSCHE KRITIK: "Das ist reine Augenwischerei"

Noch gibt es aktuell 72 Poststellen im Kanton St.Gallen. Davon werden aber lediglich 41 Filialen bis 2020 weiterbetrieben, 31 Poststellen droht die Schliessung. Die Gewerkschaften sprechen gar von einem «krassen Kahlschlag».
Regula Weik
Von den noch aktuell 72 Poststellen im Kanton St.Gallen sollen 31 Filialen geschlossen und wenn möglich durch eine Postagentur ersetzt werden. (Symbolbild) (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

Von den noch aktuell 72 Poststellen im Kanton St.Gallen sollen 31 Filialen geschlossen und wenn möglich durch eine Postagentur ersetzt werden. (Symbolbild) (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

Dominik Dietrich, Regionalkoordinator Zürich-Ostschweiz der Gewerkschaft Syndicom, spricht von einem «massiven Abbau des Service Public». Postagenturen, Paket- oder andere Serviceautomaten seien zwar «nette Zusatzangebote», aber nie und nimmer ein 1:1-Ersatz für eine Poststelle. Das Versprechen der Post, ersatzlose Schliessungen von Poststellen würden vermieden, sei «reine Augenwischerei».

So zeigten die Erfahrungen anderer Kantone: Die 31 St.Galler Poststellen, die überprüft würden, seien faktisch weg. «Überprüfung ist mit Schliessung gleich zu setzen», hält Dietrich klipp und klar fest.

"Es gilt genau hinzuschauen"

Die Post unterlaufe mit ihren Abbauentscheiden den politischen Auftrag, sagt die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi. Die aktuelle Forderung des Nationalrats sei klar: Die Anforderungen an den Service public müssten neu und genauer definiert werden. Die Post als Unternehmen des Service public müsse «ihre Strategie mit der Politik erarbeiten und die Vorgaben einhalten»; umso unverständlicher seien die aktuellen Entscheide der Post, so die Nationalrätin.

Und sie warnt: Die 41 gesicherten Poststellen seien dies auch nur bis 2020 - «auch da gilt es sehr genau hinzuschauen, wie die Post dannzumal deren Zukunft sieht oder eben nicht».

Die Dienstleistungen in den Agenturen seien klar schlechter, hält Gysi weiter fest. «Es gibt keine Beratung, denn das Personal ist dafür nicht ausgebildet.» Und: Die Post unterlaufe mit der Auslagerung in Postagenturen den Gesamtarbeitsvertrag. «Die Angestellten im Detailhandel sind deutlich schlechter bezahlt und weniger abgesichert als die Mitarbeitenden am Postschalter.»

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