Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Den Klassenunterschied geniessen

Marcel Misteli freut sich zusammen mit den 1.-Liga-Handballern des SV Fides auf den Vergleich mit dem NLA-Verein aus Kriens-Luzern. Die Partie findet heute um 17.30 Uhr in der Kreuzbleiche statt.
Fritz Bischoff
Der Routinier Marcel Misteli will auch gegen Kriens-Luzern reüssieren. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Routinier Marcel Misteli will auch gegen Kriens-Luzern reüssieren. (Bild: Hanspeter Schiess)

Fritz Bischoff

sport@tagblatt.ch

Für den SV Fides steht der Saisonhöhepunkt an, ehe die eigentliche Saison begonnen hat. Am 2. September startet die Meisterschaft. Doch schon heute empfangen die St. Galler den HC Kriens-Luzern im Rahmen der Sechzehntelfinals des Schweizer Cups. «Das Nationalliga-A-Spitzenteam ist für unser Leistungsvermögen mit Sicherheit mehr als eine Nummer zu gross. Aber umso mehr freuen wir uns auf den Vergleich. Wir wollen die programmierte Niederlage möglichst knapp ausfallen lassen», so Misteli. Der 33-Jährige ist einer der erfahrensten Spieler im Team.

Seit nunmehr 23 Jahren frönt er seinem Lieblingssport. Als Zehnjähriger hat er seine ersten handballerischen Gehversuche beim HCL Aadorf gemacht – dort, wo auch sein Vater als Trainer tätig war. Schnell ist aufgefallen, dass er ein durchaus talentierter Spieler ist. Dies blieb auch dem NLA-Club Pfadi Winterthur nicht verborgen. So spielte er als 15-Jähriger bei den U17-Junioren der Winterthurer und erhielt in der Folge auch Aufgebote für die U17-, U19- und U21-Nationalmannschaft, um später gar in die A-Nationalmannschaft berufen zu werden. Als 17-Jähriger bestritt Misteli mit Pfadi Winterthur sein erstes NLA-Spiel.

Der Spass ist geblieben

Mittlerweile spielt Misteli schon rund 20 Jahre im Spitzen- und Leistungsbereich. «Für mich ist der Sport heute ein Dürfen und kein Müssen. Ich habe ganz einfach trotz kleineren und grösseren Wehwehchen immer noch Spass am Handball. Ich sehe es auch als eine Verpflichtung meinerseits an, meine Erfahrungen an jüngere Spieler weiterzugeben. Dies passt beim SV Fides.»

Der gelernte Elektromonteur, der jetzt als Gebäudeautomatiker arbeitet, hat 196 NLA-Spiele – 47 für Pfadi Winterthur und 149 für Fortitudo Gossau – bestritten. Dazu kommen 122 NLB-Einsätze für Yellow Winterthur und Kreuzlingen. In der 1. Liga absolvierte er 136 Partien für die Seen Tigers und den SV Fides. «Ich kann es mir ohne grössere Verletzungen durchaus noch vorstellen, zwei weitere Jahre aktiv zu sein, denn der Handball ist gewissermassen mein Leben. Ich werde ihm in irgendeiner Funktion sicher auch nach meiner Aktivkarriere erhalten bleiben», blickt der Linkshänder voraus.

Wegweisender Positionswechsel

Dass er mit seiner starken linken Hand eine besondere Stellung einnimmt, ist ihm dabei durchaus bewusst. «Der Anteil der Linkshänder in der Bevölkerung ist zwischen zehn und fünfzehn Prozent. Da ist es nur logisch, dass ein Linkshänder im Handball auf seiner Position Vorteile hat, weil die Konkurrenz ganz einfach viel kleiner ist.»

Misteli spielte lange im Rückraum. Als er dann 2008 von Pfadi Winterthur kommend zu Fortitudo Gossau wechselte, beorderte ihn sein damaliger Trainer Predrag Borkovic auf die rechte Flügelposition. Dies war kein schlechter Entscheid, denn in den fünf Saisons mit den Gossauern erzielte er mehr als 300 Tore und in den vergangenen zwei Meisterschaften mit dem SV Fides war er 168 Mal erfolgreich. So soll es weitergehen. «Im Cup gegen Kriens-Luzern wird uns das Toreschiessen sicher nicht leicht gemacht. Das Ganze ist aber eine wichtige Standortbestimmung für unser Team im Hinblick auf die Meisterschaft», meint Misteli.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.