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HALLEN-EINSTURZ: Kein Provisorium für eingestürzte «Riethüsli»-Turnhalle

ST.GALLEN. Für die im Februar 2009 eingestürzte Dreifach-Turnhalle des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBZ) wird kein 4,4-Millionen-Provisorium gebaut. Der Kantonsrat trat am Dienstag nicht auf die Vorlage der Regierung ein.
Für die Dreifachturnhalle im Riethüsli, die 2009 eingestürzt ist, wird kein Provisorium gebaut. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Für die Dreifachturnhalle im Riethüsli, die 2009 eingestürzt ist, wird kein Provisorium gebaut. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Die Regierung wollte im «Riethüsli» ein bis 2015 befristetes Provisorium aufstellen. Danach hätte die Turnhalle abgebrochen, verkauft und andernorts wieder aufgebaut werden sollen. Sie war gegen einen sofortigen Wiederaufbau, weil es noch lange dauern kann, bis klar ist, wer für den entstandenen Millionenschaden aufkommen muss.

Wiederaufbau angehen
Die vorberatende Kommission beantragte, nicht auf das Geschäft einzutreten. Der Grund: Es bestehe keine dringende Notwendigkeit für den Bau eines Provisoriums. Stattdessen sei das Gespräch mit den potenziell Haftpflichtigen und deren Versicherungen zu suchen, um möglichst umgehend den Wiederaufbau der Sporthalle anzugehen.

FDP und Linke für Provisorium
Dieses Vorgehen verspreche ein grösseres Einsparpotenzial als ein bauliches Provisoriums, argumentierte der Sprecher der Kommission. Er erhielt Support der Fraktionen von SVP und CVP. Die FDP-Fraktion und die Ratslinke sprachen sich für den Bau eines Provisoriums aus.

Deutlicher Beschluss
Regierungsrat und Baudirektor Willi Haag (FDP) sagte, man wisse heute noch nicht, wer den Einsturz der Halle zu veranworten und dafür zu haften habe. Der Fall liege bei der Staatsanwaltschaft; es sei noch nicht zu einer Anklage gekommen. Mit einem sofortigen Wiederaufbau riskiere der Kanton finanzielle Einbussen, sagte Haag. Der Kantonsrat beschloss mit 70 zu 38 Stimmen relativ deutlich, nicht auf die Vorlage für ein bauliches Provisorium einzutreten.

Vor Schulbeginn eingestürzt
Das Dach der Dreifach-Turnhalle im Tal der Demut war am frühen Morgen des 24. Februars 2009 eingestürzt - nur wenige Minuten vor Schulbeginn. Wie durch ein Wunder ging die Stadt St. Gallen an einer Katastrophe vorbei; durch den Einsturz wurde niemand verletzt.

Fehlende Rippen an Dachträgern
An der GBS im «Riethüsli» in St. Gallen werden gegenwärtig rund 1700 Lernende unterrichtet. Den Sportunterricht müssen sie seit dem
Einsturz an anderen Orten in der Stadt absolvieren. Die Eidg.Materialprüfungsanstalt (Empa) fand heraus, dass fehlende Rippen an den Stahlträgern des Dachs zum Einsturz der Halle geführt hatten. (sda)

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