Hafenstadt der Superlative

Überlingen hat keine Hafeneinfahrt – zumindest nicht für die grossen Personenschiffe. Dafür jede Menge Häfen. Die Anlegestellen am zentralen Landungsplatz an der fünf Kilometer langen Seepromenade stechen zuerst ins Auge.

Corina Tobler
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Die grossen Personenschiffe legen in Überlingen, das vom spätgotischen St. Nikolaus-Münster überragt wird, am Landungsplatz direkt an der Promenade an. Diese dominiert ein breites Restaurant-Angebot. (Bilder: Corina Tobler)

Die grossen Personenschiffe legen in Überlingen, das vom spätgotischen St. Nikolaus-Münster überragt wird, am Landungsplatz direkt an der Promenade an. Diese dominiert ein breites Restaurant-Angebot. (Bilder: Corina Tobler)

Überlingen hat keine Hafeneinfahrt – zumindest nicht für die grossen Personenschiffe. Dafür jede Menge Häfen. Die Anlegestellen am zentralen Landungsplatz an der fünf Kilometer langen Seepromenade stechen zuerst ins Auge. «Zusätzlich gibt es in Überlingen drei städtische Häfen, den Sportbootshafen Ost, den Mantelhafen direkt östlich des Landungsplatzes und den Gondelhafen westlich davon», sagt Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Dazu kämen drei private Häfen.

Kein Zentralhafen

Diese Situation, so Becker, führe dazu, dass kein einzelnes Hafenareal eine derart zentrale Bedeutung habe wie dies in anderen Bodenseestädten der Fall sei. «Jeder Hafen hat seine eigenen Schwerpunkte, sein eigenes Umfeld und auch sein eigenes Flair. Gesamthaft ist aber das Angebot der verschiedenen Hafenanlagen aufgrund der hohen Nachfrage sehr wichtig – auch in touristischer Hinsicht.» Überlingen ist eine Hafenstadt der Superlative – auch in einer zweiten Hinsicht. Es gibt hier nämlich nicht nur Häfen, sondern auch Restaurants in Hülle und Fülle.

Gastro-Meile der Superlative

Zwar verfügen viele – besonders deutsche – Hafenstädte über eine Gastro-Meile, doch hier reiht sich im ganzen Zentralbereich der Promenade Pizzeria an Café an Gelateria. «Die Gastronomie entlang der Promenade besteht seit vielen Jahrzehnten. Grund hierfür sind die vielen Passanten, sowohl Einheimische als auch Touristen, und die hohe Aufenthaltsqualität im Bereich des Ufers und der Seepromenade», sagt Becker. In letztere investiert die Stadt immer wieder, jüngst vor allem beim Sportbootshafen Ost, wo die Beläge der Aussenmolen und des Hafenplatzes saniert wurden. Das Konzept scheint aufzugehen. Die Promenade ist dicht bevölkert, lockt mit vielen Sitzgelegenheiten, Gauklern und herrlichem Blick auf den See.

Strassenkünstler säumen die Hafenpromenade Überlingens. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Strassenkünstler säumen die Hafenpromenade Überlingens. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Platz zum entspannten Blick auf den See zwischen den Anlegestellen. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Platz zum entspannten Blick auf den See zwischen den Anlegestellen. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Die Gastromeile dominiert den Hafen, es herrscht Hochbetrieb. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Die Gastromeile dominiert den Hafen, es herrscht Hochbetrieb. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Sabine Becker Oberbürgermeisterin (Bild: pd)

Sabine Becker Oberbürgermeisterin (Bild: pd)

Der Brunnen von Peter Lenk zur Ballade vom Bodenseereiter. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Der Brunnen von Peter Lenk zur Ballade vom Bodenseereiter. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Bild: Corina Tobler

Bild: Corina Tobler