Hafen vor historischer Kulisse

Meersburg macht einen farbenfrohen, verlockenden Eindruck, als das Schiff auf den Hafen zusteuert. Bunte Häuser reihen sich an der westlichen Promenade, in der Mitte erhebt sich ein Rebberg, östlich schliesst sich ein Park an.

Corina Tobler
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Der Hafen von Meersburg ist geprägt von den über 500jährigen Gebäuden, dem Staatsweingut (rechts) und der alten Burg (links), die auf dem Hügel thront. Besonders markant ist das rote Gredhaus aus der Zeit um 1500. (Bilder: Corina Tobler)

Der Hafen von Meersburg ist geprägt von den über 500jährigen Gebäuden, dem Staatsweingut (rechts) und der alten Burg (links), die auf dem Hügel thront. Besonders markant ist das rote Gredhaus aus der Zeit um 1500. (Bilder: Corina Tobler)

Meersburg macht einen farbenfrohen, verlockenden Eindruck, als das Schiff auf den Hafen zusteuert. Bunte Häuser reihen sich an der westlichen Promenade, in der Mitte erhebt sich ein Rebberg, östlich schliesst sich ein Park an. «Die schönste Anreise ist vom See her», sagt Bürgermeister Martin Brütsch, der betont, das Hafengelände habe einen hohen Stellenwert für das kleine Städtchen.

Private steuern Gastroangebot

«Von den jährlich 1,5 Millionen Tagesgästen kommen rund 600 000 mit dem Schiff an. Da wir ein wichtiger Umsteigehafen sind, machen viele Passagiere einen Kurzaufenthalt.» Attraktionen sind der historische Altstadtkern, der als einer der ersten überhaupt unter Denkmalschutz gestellt wurde, sowie der Weinbau. Verpflegungsmöglichkeiten gibt's an der Promenade reichlich, dort reiht sich Restaurant an Restaurant – eine Entwicklung, die nicht die Stadt steuerte. «Die Häuser sind in Privatbesitz. In den 1920ern kam der Tourismus auf, das Landwirtschaftsstädtchen Meersburg wandelte sich. Die Nachfrage im Gastrobereich ist da. Allerdings ist die Personalsuche nicht immer einfach.»

Kulisse besser in Szene setzen

Das Gastroangebot ergänzen Erholungsmöglichkeiten im Osten. «Der Park gehört der Stadt – er wird gut besucht, liegt auf dem Weg zur Minigolfanlage – eine der ersten überhaupt – und zu den Thermen.» Im Bereich der Minigolfanlage sei eine Aufwertung mittels Wasserspielplatz ein Thema. Auch am Hafen selbst sieht Brütsch Verbesserungspotenzial. Nur: «Das Areal gehört grossmehrheitlich den Bodensee-Schifffahrtsbetrieben.» Höchste Priorität hat der Hafen derzeit nicht, aber Brütsch wünscht sich eine Neuplanung des ganzen Uferbereichs – um die Kulisse noch besser in Szene zu setzen.

Ein Gang über die Strasse am Hafen führt direkt in die Reben. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Ein Gang über die Strasse am Hafen führt direkt in die Reben. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

An der Promenade finden sich Hotels, Restaurants und Sitzgelegenheiten. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

An der Promenade finden sich Hotels, Restaurants und Sitzgelegenheiten. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Der städtische Park im Osten liegt auf dem Weg zur Minigolfanlage. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Der städtische Park im Osten liegt auf dem Weg zur Minigolfanlage. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Martin Brütsch Bürgermeister (Bild: pd)

Martin Brütsch Bürgermeister (Bild: pd)

Die magische Säule grüsst die Schiffe bei der Einfahrt. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Die magische Säule grüsst die Schiffe bei der Einfahrt. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Bild: Corina Tobler

Bild: Corina Tobler