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HÄGGENSCHWIL: Zugezogene erhalten «Götti»

Neuzuzügern wird auf Wunsch ein Betreuer zur Seite gestellt. Dieser soll helfen, sich schneller zu Hause zu fühlen.
Erika Brändle (links), Pieder Flepp und Gaby Helfenberger helfen Zugezogenen, sich in Häggenschwil zu integrieren. (Bild: Marlen Hämmerli)

Erika Brändle (links), Pieder Flepp und Gaby Helfenberger helfen Zugezogenen, sich in Häggenschwil zu integrieren. (Bild: Marlen Hämmerli)

Wer neu in eine Gemeinde zieht, erhält normalerweise zur Begrüssung einen Stapel Papier. Informationen zum Abfallsystem und weiteren Themen des Gemeindelebens. Auch Gemeinderat Pieder Flepp erging es so, als er vor acht Jahren nach Häggenschwil zog. «Ich blätterte den Stapel durch und warf ihn dann weg.» Stattdessen hätte er sich eine persönliche Information gewünscht. Diese gibt es nun, und einer der drei Botschafter ist Flepp. Die ­anderen zwei sind die ehemalige Vize-Gemeindepräsidentin Erika Brändle und Gemeinderätin Gaby Helfenberger.

In keiner Gemeinde werden Neue auf diese Art begrüsst

«Meines Wissens ist Häggensch­wil die erste Gemeinde in der Schweiz mit einem solchen Konzept», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring. Die Idee sei in der Arbeitsgruppe «werteorientierte Gemeinde» entstanden. Ziel ist, die dörfliche Gemeinschaft zu stärken. Sofern Neuzugezogene den Service wünschen, vereinbart die Gemeinde einen Termin. «Beim neuen Zuhause, im Gemeindehaus oder in der Beiz erklärt der Botschafter dann, wie es in der Gemeinde läuft», sagt Eisenring. Dazu gehörten je nach Alter und Interesse etwa das Schulsystem oder das Vereinsleben. «Falls gewünscht, werden die Neuzuzüger an einen Unterhaltungsabend begleitet und so ins Dorfleben integriert», sagt Eisenring. Für ihre Arbeit erhalten die Botschafter eine symbolische Entschädigung.

Die letzten Jahre zogen laut Eisenring pro Jahr bis zu 100 Leute nach Häggenschwil. Eisenring rechnet deshalb mit bis zu 30 Besuchen jährlich. (mha)

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