Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

HÄGGENSCHWIL: Menschen auf Papier bringen

Bis 3. Dezember stellt Sibylle Pfister-Baumann im «Bären» aus. In einer Zeitreise können die Besucher die jeweiligen Entwicklungen miterleben und werden zum Innehalten und Nachdenken angeregt.
Manuela Bruhin
Sibylle Pfister-Baumann malt gern mit erdigen Tönen. (Bild: Manuela Bruhin)

Sibylle Pfister-Baumann malt gern mit erdigen Tönen. (Bild: Manuela Bruhin)

Die Bilder von Sibylle Pfister-Baumann stehen im krassen ­Kontrast zur stressigen Vorweihnachtszeit. Während draussen ­alles laut und hektisch zu- und ­ hergeht, erhalten die Besucher derzeit im «Bären» in Häggenschwil eine kleine Verschnaufpause. Bilder, mehrheitlich in erdigen Tönen gehalten, strahlen Ruhe und Besinnlichkeit aus. Ob sich liebende Paare, majestätische Berge wie der Säntis oder spazierende Menschen im Park – die Werke, meist in Öl und Acryl gehalten, thematisieren die Zeit, wie die Künstlerin selber erklärt: «Die Besucher sollen mit Fragen zu sich selber konfrontiert werden: Wie verbringe ich meine Zeit? Wohin geht mein Weg?» Interessante und abwechslungs­reiche Hintergründe schafft die Künstlerin mit Materialien wie Seiten aus alten Büchern, Asche, Gips, Sand und ähnliches.

Werke entstehen oft aus Alltagssituationen

In der Zeit, als Sibylle Pfister-Baumann zwischen 20 und 30 Jahre alt war, entdeckte sie während eines Paris-Aufenthalts ihre Leidenschaft fürs Malen. Damals fotografierte sie eine Frau und malte sie anschliessend auf Leinwand. Bereits in ihrer Ausbildung zur Lehrerin konnte Sibylle Pfister ihre Passion beim Malen und Singen ausleben. Mit den Jahren veränderten sich ihre Werke. Waren es anfangs eher farbenstarke Aquarellbilder, sind es heute vermehrt erdige Töne in Öl und Acryl, die es der Wilerin angetan haben. Trotzdem sind auch ältere Werke in der aktuellen Ausstellung zu sehen. Eines ist auch nach diversen Kursen und Weiterbildungen gleich geblieben: die Leidenschaft, Menschen auf Papier zu bringen. «Mitmenschen sind mir sehr wichtig», sagt sie. Mit ihren Bildern will sie die Leute zum Dialog, Nachdenken, Verweilen und Geniessen einladen.

Malen ist für die Wilerin mehr als nur Leidenschaft. Die Werke entstehen oft aus Alltagssituationen heraus, aus Begegnungen und Momenten in ihrem Leben. Momente aber auch, die die 44-Jährige künftig noch mehr erleben will. Nach künstlerisch etwas ruhigeren Jahren – familienbedingt – will sie nun mehr Zeit für ihre Passion aufbringen. «Was sind meine Herausforderungen, Sehnsüchte und Träume?» Die Betrachter sollen durch die Werke mit diesen Fragen konfrontiert werden. Und Sibylle Pfister-Baumann kann diese für sich selber beantworten. «Ich will als Künstlerin wieder voll Fuss fassen und vermehrt Werke auf die Leinwand bringen.»

Manuela Bruhin

redaktiongo

@tagblatt.ch

Ausstellung im «Bären»

Bis 3. Dezember, samstags 13-17 Uhr, sonntags 11-17 Uhr

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.