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HÄGGENSCHWIL: Die Braunen bleiben beliebt

Rund 500 Besucher haben am Samstag die Viehschau der Gemeinden Häggenschwil, Wittenbach und Berg SG verfolgt. Zu sehen gab es Kühe von vier Rassen. Wobei das Braunvieh am besten vertreten war.
Manuela Bruhin
Schauplatz Rietwies in Häggenschwil: 500 Besucherinnen und Besucher beäugten am Samstag 300 Kühe von mittlerweile vier verschiedenen Rassen. (Bild: Urs Bucher)

Schauplatz Rietwies in Häggenschwil: 500 Besucherinnen und Besucher beäugten am Samstag 300 Kühe von mittlerweile vier verschiedenen Rassen. (Bild: Urs Bucher)

Manuela Bruhin

reedaktiongo@tagblatt.ch

Wo es muht, ist die Viehschau nicht weit: Der Anlass der drei Gemeinden Häggenschwil, Wittenbach und Berg hat auch in diesem Jahr viele Gäste angelockt. Die Kühe in Reih und Glied angebunden, dahinter sind Oldtimer-Traktoren parkiert. Im Festzelt nebenan wird gemütlich beisammengesessen und den Experten beim Bewerten der Miss-Anwärterinnen zugesehen. Im Mittelpunkt der Viehschau standen auch in diesem Jahr die drei Rassen Brown Swiss, Holstein- und Fleckviehkühe. Wobei erstere rund die Hälfte der rund 300 gezeigten Tiere ausmachten, wie Pirmin Zürcher vom Organisationskomitee erklärt: «Die Kühe haben viele gute Eigenschaften, und nach wie vor ist auch beispielsweise in der Werbung oft diese Rasse vertreten.» Neben der guten Milchleistung werden vor allem das «Fundament», also die Gliedmassen, sowie die Fruchtbarkeit geschätzt. Dies sieht auch ein älterer Besucher so. Er lobt die «langlebigen Kühe», die er selber 40 Jahre lang im Stall hatte. «Wir waren immer von der Rasse überzeugt und haben nie überlegt, andere Kühe anzuschaffen.»

Kleine Dickschädel

Die Holsteinkühe machen den zweitgrössten Anteil der gezeigten Tiere aus. Die Schwarz-Weiss-Gefleckten sind grossrahmiger gebaut als die braunen Kühe und verwerten entsprechend mehr Futter zu Milch. Die Red Holsteiner sind, wie es der Name sagt, rot-weiss gefleckt und im Körperbau sowie der Milchleistung ähnlich. In Häggenschwil sind jedoch nur vereinzelt rote Kühe zu finden. Vor rund zwei Jahren kam eine weitere Rasse hinzu: die Jerseykühe. Die kleine und im Vergleich schmächtig wirkende Kuh ist jedoch nicht zahlreich vertreten. «Sie sind vielleicht klein, aber oho», sagt Pirmin Zürcher. Die Kühe hätten einen «Dickschädel», überzeugen jedoch in ihrer im Verhältnis zur Körpergrösse grossen Milchleistung mit sehr vielen Inhaltsstoffen. Die fehlende Robustheit sei ein Nachteil bei dieser Rasse. Als «herzig» wird sie denn auch von Besuchern bezeichnet. «Die Holsteiner gefallen mir jedoch besser – sie sind eleganter», sagt eine Zuschauerin. Ihre Freundin pflichtet ihr bei: «Die Jerseyrasse ist einfach zu klein.»

«Miss Häggenschwil» grast in Lömmenschwil

Ein Besucher aus Appenzell sieht sich besonders gerne das Braunvieh an. Er selber habe zwar keinen Betrieb mehr, aber jahrelang diese Rasse im Stall gehabt. «In Appenzell sieht man fast nur die Braunen», sagt er. Die Schwarzen würden ihm zwar auch gefallen, er habe sich jedoch nie dazu durchringen können, sie anzuschaffen. Ähnliches sagt auch Zürcher: «Das Braunvieh ist immer noch die beliebteste Rasse in der Ostschweiz; wohl auch, weil sich hier das Einheimische mit der Tradition mischt.» Bei ebendieser «traditionellen Rasse» wurde die Kuh Tunja von Josef Räss, Lömmenschwil, zur Miss gewählt. Bei den anderen ­Kategorien Holstein/Fleckvieh gewann Calimera von Roman ­Egger, Häggenschwil.

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