HÄGGENSCHWIL: «Cola-Gummibärli sind am besten»

Klebrige Hände, glückliche Kindergesichter: Zum zweiten Mal wurde im Ferienspass Wittenbach-Muolen-Häggenschwil ein Kurs angeboten, in dem Gummibärli hergestellt wurden.

Drucken
Teilen
Die Kinder giessen die Gummibärli-Masse mit grosser Konzentration in Eiswürfelformen. (Bild: Lisa Inauen)

Die Kinder giessen die Gummibärli-Masse mit grosser Konzentration in Eiswürfelformen. (Bild: Lisa Inauen)

Kinderhände greifen in die eingeweichte Gelatine. «Kann ich das essen?» «Natürlich kannst du, daraus machen wir später die Gummibärli. Aber das ist vermutlich noch nicht allzu lecker», schmunzelt Kathrin Eberle, die den Kurs zusammen mit Sandra Gemperle anbietet. 24 Kinder, bekleidet mit Kochschürzen, wuseln in der Schulküche in Häggenschwil umher. In vier Teams werden Sirup, Gelatine und Zitronensaft auf dem Herd zu einer Masse verarbeitet. «Immer schön umrühren!», mahnt Gemperle. Die Kinder, die zwischen sechs und acht Jahre alt sind, sehen teilweise kaum in die Töpfe auf dem Herd. Trotzdem helfen sie voller Eifer mit. «Ich helfe auch zu Hause gerne beim Kochen», sagt der sechsjährige Jonas.

Sorgfältiges Arbeiten ist gefragt

Danach wird die Masse in Eiswürfelformen geleert. «Das Einfüllen war das Beste» sagt Anja, ebenfalls sechs Jahre alt. Oft landet aber nicht die ganze Masse am richtigen Ort. Kinderhände, Tische und Boden sind klebrig, da die Kinder die befüllten Formen selbst zum Kühlschrank tragen dürfen. Dort bleiben die Gummibärli etwa für eine Stunde, bis sie fest sind. In der Zwischenzeit wird aufgeräumt, einige Kinder helfen freiwillig. «Abwaschen finde ich langweilig», sagen andere und beginnen bereits mit dem Dekorieren der Vorratsgläser. «Meine Schwester war vergangenes Jahr hier, darum weiss ich, dass die Cola-Bärli am besten sind», behauptet Kaja. Diese Meinung teilen die meisten Kinder, obwohl auch die Gummibärli mit Beeren-, Grapefruit- oder Passionsfruchtaroma rasch probiert werden.

Kinder auf nächstes Jahr vertröstet

«Wir glauben, dass alle Angebote, die mit Essen zu tun haben, bei Kindern gut ankommen», sagen die Veranstalterinnen. Wie sie im Vorjahr auf die Idee für das Angebot kamen, wissen die beiden nicht mehr so genau. Dieses Jahr meldeten sich dreissig Kinder an, sechs mussten auf das nächste Jahr vertröstet werden. «Solange die Nachfrage besteht, werden wir den Kurs gerne wieder anbieten», sagt Kathrin Eberle und steckt sich lächelnd ein Gummibärli in den Mund.

 

Lisa Inauen

lisa.inauen@tagblatt.ch