Gute Vorzeichen für Biel

Am Wochenende fand im Athletik Zentrum in St. Gallen die Ostschweizer Einzelmeisterschaft statt. Für die St. Galler Judokas war es die Hauptprobe vor der Schweizer Meisterschaft in Biel. Diese ist ihnen gelungen.

Iris Federer/Sandra Koller
Merken
Drucken
Teilen
Carina Hildbrand von Nippon St. Gallen sichert sich im Athletik Zentrum Gold, Clubkollegin Sissi Jakob wird Zweite. (Bild: Ralph Ribi)

Carina Hildbrand von Nippon St. Gallen sichert sich im Athletik Zentrum Gold, Clubkollegin Sissi Jakob wird Zweite. (Bild: Ralph Ribi)

JUDO. 350 Judokas nahmen an den Ostschweizer Einzelmeisterschaften in St. Gallen teil. Dabei zeigten die Mitglieder des organisierenden Club St. Gallen-Gossau vor allem in der Altersklasse U18 starke Leistungen. Der Club hat damit nun drei amtierende Ostschweizer Meister. Einer davon ist Janik Fischer, der in der Kategorie U18 bis 55 kg startete. Seine ersten beiden Kämpfe gewann Fischer jeweils mit einer Festhaltetechnik. Im Final wollte sein Gegner einen Wurf ansetzen, ging dabei aber auf die Knie. Diese Chance nutzte Fischer geschickt und sicherte sich den Titel. Nach diesem Auftritt liebäugelt er nun gar mit dem Schweizer-Meister-Titel.

Diesen hat Celina Thurnheer bereits und tritt deshalb in drei Wochen als Titelverteidigerin an. Die Hauptprobe in St. Gallen hat sie schon einmal bestanden. Da sie nur eine Gegnerin hatte, wurde die Kategorie in «Best of three» ausgetragen. Obwohl sich Thurnheer am Anfang schwer tat, entschied sie die beiden ersten Kämpfe für sich und holte den Titel. Livio Cozzios Kategorie wurde im Poolsystem, also alle gegen alle, ausgetragen. Vier Kämpfe konnte er für sich entscheiden. Den fünften ging Cozzio jedoch zu passiv an und unterlag am Ende. Da zwei Athleten je einen Kampf verloren hatten, war für Rang eins die Wertungspunktzahl ausschlaggebend, wo Cozzio die Nase vorne hatte. Claudio Knill und Pascal Urscheler gewannen Bronze.

27 Medaillen für Nippon

Auch der Judoclub Nippon St. Gallen überzeugte an den Ostschweizer Einzelmeisterschaften im Athletik Zentrum. Insgesamt holten die Judokas fünfzehn Meistertitel und sicherten sich vier Silber- sowie neun Bronzemedaillen. Bei den jüngsten Teilnehmern in der Kategorie U11 wurden für ihren Einsatz Leon Struhs und Anjesa Berisha mit Gold belohnt. Berisha startete zudem in der nächsthöheren Alterskategorie U13, liess dort ihre älteren Kontrahentinnen hinter sich und erreichte somit erneut den ersten Rang. Bronze bei den U11 sicherten sich Nia Pfenninger, Noelle Krenz und Marvin Winiger. Lukas Hufenus, Nehat Berisha und Timo Siegenthaler wagten ebenfalls den Doppelstart. Dabei durfte sich Hufenus bei den U13 und U15 als Meister feiern lassen. Berisha siegte bei den U13 und erreichte in den U15 den dritten Platz. Siegenthaler plazierte sich bei den U13 und U15 auf dem dritten Platz. Janna Stäheli und Noah Willi wurden in der Kategorie U15 Ostschweizer Meister. Zusätzlich nahmen beide noch bei den U18 teil und sicherten sich Silber.

Die Teilnehmer in der Kategorie Jugend, Jana Bruggmann und Joel Fitze, holten sich Gold. Das gleiche gelang den Junioren- und Elite-Kämpfern Jana Bruggmann, die in beiden Kategorien startete, Carina Hildbrand, Dominik Forster und Timo Allemann. Die Elite-Kämpferin Sissi Jakob belegte hinter Hildbrand Rang zwei. Ebenfalls Silber erkämpften sich bei der Jugend Natascha Sanchez sowie im Doppelstart Janna Stäheli und Noah Willi. Bronze holten Luca Stäheli und Liun Cavelti.

Hildbrand ist Favoritin

Insgesamt konnten sich 18 Judokas von Nippon St. Gallen für die Schweizer Einzelmeisterschaft, die am 21. und 22. November in Biel stattfindet, qualifizieren. Dazu gehören die dreifachen Schweizer Meister und Junioren-Titelverteidiger Timo Allemann und Carina Hildbrand, die bei den Juniorinnen und Elite zu den Favoritinnen gehört. Ebenfalls doppelt qualifiziert in den Kategorien Jugend und Junioren haben sich Vivienne Fitze sowie die beiden Meisterschaftszweiten aus dem Vorjahr, Jana Bruggmann und Sara Willi. Sie haben gute Chancen auf den Titel. Das gleiche gilt für Dominik Forster bei den Junioren.