Gute Vorbilder und viel Zeit für die eigene Werteskala

Die Maitlisek in Gossau feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum. Für Schülerinnen und Schule eine Gelegenheit, sich etwas intensiver mit dem Thema «Werte» auseinanderzusetzen.

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Im Foyer der Maitlisek Gossau hängen bunte Plakate mit Schlagworten wie «Ehrlichkeit», «Respekt» oder «Toleranz». Die Ausstellung entstand im Unterricht und passt zum Motto der Podiumsdiskussion vom vergangenen Donnerstag: «Werte». Mit von der Partie: CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz, Abt Christian Meyer, HSG-Prorektorin Ulrike Landfester, CVP-Kantonsrat Bruno Damann, die Gossauer FDP-Stadträtin Gaby Krapf, Marianne Tanner und Schulratspräsidentin Brigit Berger.

«Wertevermittlung spielt eine wichtige Rolle an unserer Schule», sagt Schulleiter Magnus Jung eingangs. «Es ist an der Zeit, dieses Thema zu entstauben und aktiv vorzuleben.» Die Podiums-Gäste blasen ins gleiche Horn: Es sei nicht so, dass die Jugendlichen keine Werte mehr hätten, vielmehr hätten sie manchmal etwas Mühe, diese zu finden , so der einhellige Tenor. «Die heutigen Massstäbe sind beweglicher und müssen von den Jungen immer wieder neu gefunden und gesetzt werden», sagt Abt Christian Meier.

Ein Wertewandel sei laut Meier-Schatz auch durch geopolitische und multikulturelle Einflüssen bedingt, was in Bezug auf die eigenen Werte zu Verunsicherung führen könne. Die HSG-Prorektorin hält dagegen, dass gerade durch diese Auseinandersetzung mit anderen Kulturen «alte» Werte wie Respekt oder Toleranz wieder neue Popularität erreichten. Zum Schluss war man sich einig: Für echte, gelebte Werte braucht es gute Vorbilder. Und Zeit. (co)

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