Gute Noten für Schulrechnung

GOLDACH. Die Schule Goldach hat 2012 137 000 Franken weniger gebraucht als budgetiert. Mit der Einführung der durchlässigen Oberstufe ist ein Schlüsselprojekt geglückt.

Janique Weder
Merken
Drucken
Teilen

Für Schulpräsident Andreas Gehrig ist das Resultat «eine Punktlandung»: Die Rechnung 2012 der Schule Goldach schliesst mit einem Minderaufwand von 137 000 Franken ab. Der Nettoaufwand betrug 15 390 729 Franken.

Zusätzlicher Kindergarten

Einen negativen Saldo verzeichnet die Schule bei den Schulgeldern (245 000 Franken). Einerseits stiegen die Kosten für auswärtige Beschulungen. Andererseits erhielt Goldach weniger Schulgeld aus den Nachbargemeinden Untereggen und Tübach, da weniger Schüler aus diesen Gemeinden die Schule Goldach besuchten. Das Budgetdefizit bei den Schulgeldern wird zu einem grossen Teil durch Einsparungen in der Elternbildung und in der Informatik aufgefangen.

Für 2013 budgetiert die Schule Goldach einen Aufwand von 16 047 650 Franken. Das sind 521 800 Franken mehr gegenüber dem Vorjahresbudget. Aufgrund wieder steigender Schülerzahlen führt Goldach ab August 2013 einen zusätzlichen Kindergarten. Auch in der dritten Sekundarschule wird es trotz der wegfallenden Kantonsschüler weiter drei Klassen geben – üblicherweise konnte die Schule zu diesem Zeitpunkt eine Klasse aufheben.

Kommission übernimmt Zepter

«Zwei Themen waren 2012 prägend», sagt Schulpräsident Andreas Gehrig. Dazu gehöre die Einführung der durchlässigen Oberstufe im vergangenen Sommer. Neu gibt es in den Fächern Mathematik und Englisch drei Niveaustufen. Gehrig spricht von «einem pädagogischen Meilenstein». 13 Schüler wechselten diesen Februar die Niveaustufe – «eine kleine Zahl, die zeigt, wie präzise die Niveauzuordnung erfolgt ist».

Prägend sei aber auch die neue Bildungskommission. Ende Jahr hat der bisher vom Volk gewählte Schulrat «das Zepter der gemeinderätlichen Kommission übergeben» – freiwillig. Sowohl Gehrig als auch Gemeindepräsident Würth loben «die grossartige Leistung» des Schulrats.

Unzufrieden zeigt sich Gehrig mit dem Projekt der Elternmitwirkung in der Schule: «Da sind wir noch nicht am Ziel.» Die Frist wurde verlängert.

Facebook und Co. im Unterricht

2013 stellt sich die Schule Goldach dreierlei Herausforderungen: Nebst der Einführung des vorgesehenen Lehrplans 21 und der Umsetzung eines neuen Sonderpädagogikkonzepts werde die Bildungskommission eine neue Informatik-Strategie erarbeiten müssen. Dazu gehört die Frage, wie die Lehrer den Umgang mit neuen Medien in den Unterricht integrieren können.