GUGGENMUSIK: Zwei Nächte mit Pauken und Trompeten

800 Fasnachtsfans haben am Möttelischrei in Untereggen die fünfte Jahreszeit zelebriert. OK-Präsident Roger Riedener zieht eine positive Bilanz – auch wenn sich nicht alle seine Wünsche erfüllt haben.

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Gastgeber und Guggenmusik: die Möttelisounders.

Gastgeber und Guggenmusik: die Möttelisounders.

Das beschauliche Untereggen hat das wohl lauteste Wochenende des Jahres erlebt. Am Freitagabend und am Samstagabend stieg mit dem Möttelischrei eine der grössten Guggenpartys der Region in der Mehrzweckhalle der 1000-Seelen-Gemeinde. Mehr als ein Dutzend Guggenformationen aus der Ostschweiz haben zwei Nächte lang mit den Gastgebern, den Unteregger Möttelisounders, die fünfte Jahreszeit zelebriert.

OK-Präsident und Möttelisounder-Mitglied Roger Riedener zieht eine positive Bilanz. «Die Stimmung in der Halle war super, der Anlass verlief friedlich», sagt er. Einzig mit der Besucherzahl zeigt sich das Orga­nisationskomitee nur «mässig» zufrieden. Zu den rund 400 auftretenden Guggenmusikern kamen am Freitagabend 150 und am Samstagabend 250 Besucherinnen und Besucher dazu. Die Mehrzweckhalle sei damit zwar gut gefüllt gewesen. «Natürlich hätten wir uns aber mehr Gäste gewünscht», sagt der OK-Präsident. Dass nicht so viele Fasnachtsbegeisterte wie erwartet am Wochenende den Weg nach Untereggen auf sich nahmen, liege unter anderem wohl am Überangebot während der Fasnachtszeit. Denn zeitgleich hätten mehrere andere Guggenpartys in der Ostschweiz stattgefunden. Die Amriswiler Marktplatzpfuuser beispielsweise traten vor ihrem Gastspiel am Möttelischrei am Guggengaudi in Mogelsberg auf. Deshalb kam die Formation erst kurz vor vier Uhr morgens in Untereggen an. Von Müdigkeit oder Erschöpfung jedoch keine Spur. Den Auftritt, den die Musiker nach langer Fahrt zeigten, ist für Roger Riedener einer der Höhepunkte des diesjährigen Möttelischreis. Und ein Zeichen dafür, dass die befreundeten Guggen der Möttelisounders diese Plattform nach wie vor schätzen.

Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch

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