Guggen trotzen dem Schneegestöber

Punkt sechs Uhr morgens haben gestern Guggenmusiken am Bärenplatz die Fasnacht eröffnet. Trotz eisiger Temperaturen kamen einige Passanten. Beim traditionellen Agugge hatte auch Mönch Gallus alias Fredy Brunner einen Gastauftritt.

Drucken
Teilen
Mit Pauken und Trompeten wurde gestern in aller Früh die Fasnacht eröffnet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Mit Pauken und Trompeten wurde gestern in aller Früh die Fasnacht eröffnet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bei Minustemperaturen und starkem Schneegestöber haben sich etwa acht bis zehn Guggen gestern morgen für das Agugge beim Bärenplatz versammelt. Ein echter Fasnächtler kennt kein schlechtes Wetter. Auch nicht, wenn es so kalt ist, dass sogar die Saxophontasten zufrieren. Ein paar Passanten haben sich ebenfalls eingefunden, insgesamt sind es aber weniger als die Gugger. Punkt sechs Uhr legen diese los und eröffnen mit Pauken und Trompeten die Fasnacht.

Fredy Brunner mimt Gallus

Zum 20jährigen Bestehen der Vereinigten Guggen hat Vorstandsmitglied Martin Ehrbar eine neue Bühne gebaut. Und wer wäre besser geeignet, diese einzuweihen, als der Schutzpatron der Stadt höchstpersönlich? Stadtrat Fredy Brunner schlüpfte wieder einmal in seine Mönchskutte und betrat als Gallus die Bühne. «Gott grüss euch liebe Fasnachtsschar», eröffnete er seine Ansprache – für einmal in Versmass. «Was für ein Glück hat diese Stadt, dass sie so tolle Guggen hat», war etwa ein Vers aus dem Gedicht.

Taufe mit Champagner

Auch getauft wurde die neue Bühne: Liana Ruckstuhl, Ehren-Föbine und ehemalige Stadträtin, liess eine Champagnerflasche an den Holzstufen zerschmettern. Was erst beim vierten Anlauf gelang.

Die versprochenen «6006 Neuigkeiten» entpuppten sich als Gag: sechs Minuten vor 6 Uhr ging die Strassenbeleuchtung aus, sechs Minuten nach 6 Uhr wurde sie wieder eingeschaltet. Gemerkt haben es vermutlich die wenigsten. Die Schaufenster der umliegenden Geschäfte leuchteten hell genug. (mjb)

Aktuelle Nachrichten