Gubser fordert Balg heraus

Der Arboner Stadtammann Andreas Balg (FDP) bekommt Konkurrenz. Peter Gubser von der SP tritt gegen ihn bei der Wahl am 8. März an.

Markus Schoch
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Will im Arboner Stadthaus mitreden: SP-Politiker Peter Gubser. (Archivbild: Max Eichenberger)

Will im Arboner Stadthaus mitreden: SP-Politiker Peter Gubser. (Archivbild: Max Eichenberger)

ARBON. Es ist eine Kampfansage in Etappen: Bei seiner Nomination als Stadtrat im November liess Peter Gubser gegenüber der eigenen Partei durchblicken, dass er gegen den Arboner Stadtammann Andreas Balg im zweiten Wahlgang antreten würde, falls dieser das absolute Mehr im ersten Wahlgang nicht schaffen sollte. Jetzt fordert Gubser den vor drei Jahren gewählten Amtsinhaber offen heraus. «Ich will damit klare Verhältnisse schaffen.» Er sei in den vergangenen Monaten von vielen Arbonern angesprochen worden. Sie alle hätten ihn gebeten, als Stadtammann zu kandidieren, wozu er sich nach reiflicher Überlegung entschieden habe.

«Bin ziemlich drin»

Denn in den Gesprächen habe er grosse Wertschätzung erfahren, sagt der ehemalige Primarlehrer. «Mir unbekannte Personen dankten mir für meinen Einsatz zugunsten der Stadt.» Den Entscheid zusätzlich leichter gemacht habe ihm, dass ihm Personen aus allen Parteien ihre Unterstützung zugesagt hätten. Er werde im Fall der Wahl nicht viel Einarbeitungszeit brauchen, tritt Gubser möglichen Bedenken wegen eines erneuten Wechsels an der Spitze der Stadt entgegen. «Ich bin ziemlich drin im Geschäft.» Er habe früher je acht Jahre dem Gemeinde- beziehungsweise Ortsverwaltungsrat angehört und sitze jetzt seit vier Jahren im Stadtparlament. Vertraut seien ihm auch viele Gesichter im Stadthaus. Mit 64 Jahren sei er keineswegs zu alt für das Amt, sagt Gubser. «Ich bin der Meinung, geistig und körperlich völlig auf der Höhe zu sein.» Wer daran zweifle, könne mit ihm joggen gehen. Wie viele Amtsperioden er machen würde, lässt der SP-Kantonsrat und frühere Kantonalparteipräsident offen.

«Ein Wechsel ist nötig»

Entscheidend sei, dass es in Arbon so nicht weitergehen könne. «Es ist ein Wechsel nötig.» Viele Arboner würden sich «mehr Bürgernähe, mehr Sinn für das Machbare und das Bezahlbare» wünschen, sagt Gubser. Genau dafür stehe er ein. So brauche es beispielsweise mehr Realismus in finanzpolitischen Fragen. Wichtig sei auch, die Bevölkerung ins Boot zu holen, wenn es darum gehe, die Stadt zu entwickeln. «Man kann nicht am Tisch über die Köpfe der Menschen hinweg Konzepte entwerfen.» In der Vergangenheit sei aber genau das passiert.

Zusammenarbeit kein Problem

Denkbar ist, dass Gubser die Wahl gegen Balg verliert, aber als Stadtrat gewählt wird und dann mit ihm zusammenarbeiten müsste. Für den Herausforderer kein Problem. Die SP Arbon dürfte Peter Gubser an der heutigen Parteiversammlung offiziell als Kandidaten fürs Stadtpräsidium nominieren.