Grüne sorgen sich um Grünflächen

Die beiden Stadtparlamentarier Basil Oberholzer (Junge Grüne) und Clemens Müller (Grüne) wollen vom Stadtrat Auskunft zu Grünflächen.

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Beispiel für Grünverlust: Baum und Büsche hinter der Grabenhalle sind bei Bauarbeiten beseitigt worden. Bild: Raphael Rohner (15.8.2014)

Beispiel für Grünverlust: Baum und Büsche hinter der Grabenhalle sind bei Bauarbeiten beseitigt worden. Bild: Raphael Rohner (15.8.2014)

Graues Herz im Grünen Ring? «Grünflächen im öffentlichen Raum erhalten und aufwerten»: Das ist der Titel des Postulates, das Basil Oberholzer und Clemens Müller am vergangenen Dienstag an der Sitzung des Stadtparlaments einreichten.

In den letzten Jahren und Monaten seien in der Stadt St. Gallen verschiedene kleine und kleinste Grünflächen verschwunden, schreiben die beiden Grünen. Als Beispiele nennen und bebildern sie die Ecken Rosenbergstrasse/Dufourstrasse, Zürcher Strasse/Gerbestrasse, Grabenhalle Ost/Oberer Graben und Rorschacher Strasse/Zilstrasse. Gemäss den im Internet zugänglichen Plänen des Stadtplanungsamtes seien diese vier Flächen als «Gartenanlagen» ausgewiesen. Sie mussten gemäss Oberholzer und Müller entweder Elektroinstallationen oder dem Verkehr weichen.

Die Stadt sei zu Recht stolz auf ihren Grünen Ring. Doch auch im Herzen der Stadt dürfe die Grünfläche nicht nur aus dem grossen Stadtpark und weiteren Parkanlagen bestehen. Sträucher und Einzelbäume verbesserten die Luftqualität und trügen wesentlich zur Lebensqualität in den Quartieren und im Strassenraum bei.

Basil Oberholzer und Clemens Müller wollen vom Stadtrat wissen, wie viele Quadratmeter Grünfläche und wie viele Bäume in den vergangenen 20 Jahren real verlorengingen. (dwi)