GRUB SG: Keine Spur von Feierabend im «Hirschen»

Der «Hirschen» feiert zehn Jahre «Fiirobigbar» mit Schlagerdoubles und Blasmusik. Zelebriert wird auch die aussergewöhnliche jüngste Vergangenheit der Dorfbeiz.

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Sorgt für gute Stimmung im Festzelt: Norry, Double von Volksmusiker Andreas Gabalier. (Bild: PD)

Sorgt für gute Stimmung im Festzelt: Norry, Double von Volksmusiker Andreas Gabalier. (Bild: PD)

Am kommenden Samstag wird ab 18 Uhr im Festzelt vor dem «Hirschen» getanzt. Stars des Abends sind Norry und Jenny – professionelle Doubles der Schlagerikonen Andreas Gabalier und Helene Fischer. Davor und dazwischen sorgt DJ Rotsch für ­ausgelassene Stimmung. Am Sonntag spielt dann die Blasmusik Risi, die sich zur Hälfte aus Musikern aus Grub zusammensetzt, einen Frühshoppen. Kinder können sich auf einer Hüpfburg vergnügen.

Anlass zum Feiern bietet der zehnjährige Geburtstag der «Fiir­obigbar», die jeden letzten Freitag des Monats im Keller des «Hirschen» geöffnet ist. «Die Fiirobigbar ist ein Non-Profit-Projekt», sagt Bruno Bischof, Inhaber des Restaurant Hirschen. «Mit den Einnahmen finanzieren wir Partys wie diese am kommenden Wochenende.»

Ein Dorf rettet eine Beiz

Feiern wolle man aber auch das Bestehen des «Hirschen» an sich. Und das aus gutem Grund: Rund vier Jahre ist es her, dass die Gruber um die Zukunft der einzigen Beiz im Dorf bangen mussten; nach dem Tod der Wirtin war das Schicksal des Lokals ungewiss. Daraufhin übernahm Bruno Bischof gemeinsam mit seinen Schwiegereltern den «Hirschen». Das Besondere daran: Das halbe Dorf griff ihnen unter die Arme. «Etwa 130 Freiwillige packten damals mit an», sagt Bischof. Sie halfen bei den Umbauarbeiten, malten, verputzten und spachtelten. Einige Firmen spendeten Baumaterialien. Um Kapital aufzutreiben, wurden die Stühle aus dem alten «Hirschen» verkauft. «Einer der Gönner bezahlte sogar 5555 Franken für einen Beizen-Stuhl», so Bischof. «Es war eine riesige gemeinschaftliche Leistung.»

Und wie geht es dem «Hirschen» heute? «Das Restaurant läuft sehr gut», sagt Bischof. Aus den Helfern und Gönnern von damals seien mittlerweile Stammgäste geworden. Mit dem Fest am kommenden Wochen­ende wolle man ihnen etwas ­zurückgeben. (al)

www.fiirobig-bar.ch