GRUB SG: Bürgermusik sucht den Jasskönig

Wenn Blasinstrumente die Hauptrolle spielen, ist wieder Abendunterhaltung im Gruberhof. Am Wochenende veranstaltete die Bürgermusik einen «Samschtigjass».

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Die Musikanten sind in ihrem Element. (Bild: Marlen Hämmerli)

Die Musikanten sind in ihrem Element. (Bild: Marlen Hämmerli)

Mächtig erklingen Hörner und Posaunen. Ganz zart erhebt sich darüber der hohe Ton eines Cornets, um dann wieder abzutauchen im Chor der Blasinstrumente. Finger tanzen über Tasten, und Füsse klopfen den Rhythmus: Die 25 Mitglieder der Bürgermusik Grub SG sind in ihrem Element.

Dabei hatte die Unterhaltung im Gruberhof ganz anders begonnen: mit dem Auftritt zweier Kinder. Scheu lächelten der Knabe und das Mädchen ins Publikum herab, bevor sie konzentriert ihr erstes Stück vortrugen. Doch spätestens als applaudiert wurde, strahlten sie stolz. Ihr Dirigent, Livio Camichel, lächelte ebenfalls und begrüsste das Publikum: «Ich freue mich, Ihnen die Miniband vorzustellen. Beide haben erst kürzlich mit Spielen begonnen und stehen bereits schon auf der Bühne.» Bei der Bürgermusik sei eben alles möglich, und schon erklang die nächste Melodie. Nach dem Auftritt der Kinder und einigen Stücken der Bürgermusik, wurden die Jasser vorgestellt. Denn Motto des Abends war «Samschtigjass». Mit Jana Bilger führte laut Präsidentin Karin Richter «eine der Jüngsten im Verein» durchs Programm. Souverän spielte sie die Rolle der Moderatorin. Auch die regelmässigen Proben machten sich bezahlt: Ruhige Stücke folgten auf schnelle, doch die Musiker gerieten nie aus dem Takt.

Dabei hatten die Musikanten den ganzen Freitagnachmittag eingerichtet und vorbereitet, wie Karin Richter im Vorfeld der Aufführung berichtete. Zum Glück sei der Zusammenhalt so gut, jeder packe mit an. Die Männer stellten Bühne und Bar auf, während die Frauen kiloweise Gemüse rüsteten. In der Küche türmten sich unter anderem 20 Kilo Salate und 80 Kilo Pommes.

Erstmals wurden die zwei Auftritte an einem Wochenende durchgeführt, statt verteilt auf zwei Samstage. Aufgrund einer Terminkollision wagte der Verein den Versuch. Man habe früher schon diskutiert, die Auftritte auf zwei aufeinanderfolgende Abende zu legen, sagte Richter. «Der Arbeitsaufwand ist etwas kleiner. Wir können zum Beispiel die Bar stehen lassen.» Es habe auch Nachteile: «Heute hat der Frauenverein Hauptversammlung. Das macht sich bemerkbar. Dafür haben wir morgen 180 Gäste.»

Marlen Hämmerli

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