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GRUB SG: Applaus statt Likes für die Bürgermusik

Der Unterhaltungsabend der Bürgermusik Grub stand unter dem Motto «Digital». Bei der Vorbereitung setzten die Musikanten auf neuste Technik, am Konzert überzeugten sie mit einem vielfältigen Programm.
Die BMG überzeugte mit Märschen und Polkas. (Bild: Ramona Riedener)

Die BMG überzeugte mit Märschen und Polkas. (Bild: Ramona Riedener)

Die Bürgermusik Grub SG (BMG) hat auf «Digital» umgestellt. Diese Neuigkeit war der Einladung zum Unterhaltungsabend zu entnehmen. Facebook, Twitter und Youtube sind auch am kleinen Dorfverein, in dem mehrere Generationen gemeinsam ihr Hobby pflegen, nicht spurlos vorbeigegangen.

Die Unterhaltungsabende der 25 Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Patrick Ruppanner sind bekannt für ihr breites musikalisches Repertoire sowie für die unterhaltsame Moderation und humorvolle Einlagen. Erleichtert registrierten Musikfreunde, dass die Speisen am Unterhaltungsabend aus der «Grubenhof»-Küche und nicht aus dem 3D-Drucker kamen.

Mit neuer Vereinsleitung ins digitale Zeitalter

Der neue Präsident Ivo Bischof ist jung, dynamisch und digital unterwegs. Seiner Meinung nach sollte sich auch die BMG die neuste Technik zunutze machen. Für die Vorbereitungen auf den Unterhaltungsabend wurde per Onlineumfrage nach einem Probeabend gesucht. Anwendungsprobleme der Mitglieder konnten zwar gelöst, doch ein Probetermin nicht gefunden werden. So mussten die Musikanten die Musikstücke herunterladen und auf Youtube anhören. Eine Herausforderung für die ältere Generation. Die Einzelproben standen unter der Leitung von «Siri». «Den richtigen Ton treffen und halb so schnell üben», waren die Tipps, die Stephanie Bischof von der digitalen Ratgeberin bekam. Da half nur noch proben über Skype: Der Dirigent zu Hause und die Musikanten im Probelokal. Als die Technik nach kurzem Anspiel versagte, weil die Datenmenge aufgebraucht war, hatte die BMG genug: «Schluss mit digital, zurück zur Natur!» Am Unterhaltungsabend erfreuten die Töne der Cornets, Hörner, Posaunen und Bässe die Zuschauer technisch unverfälscht. Mit Märschen und Polkas, schwungvollen Evergreens und rockigen Medleys, gespickt mit Solo-Einlagen holte sich die Bürgermusik zwar wenige Likes, dafür aber lautstarken Applaus.

Ramona Riedener

ramona.riedener@tagblatt.ch

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