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GROSSPROJEKT: Weiter warten auf die Sommerau

Für das Industriegebiet Sommerau ist eine erste Zubringerstrasse geplant. Während das Bundesamt für Strassen grünes Licht gibt, ist bei der Stadt eine Einsprache eingegangen. Die Migros wartet ab.
Adrian Lemmenmeier
Die Migros will das Gebiet Sommerau Nord überbauen. Wie, ist noch immer unklar. (Bild: Ralph Ribi)

Die Migros will das Gebiet Sommerau Nord überbauen. Wie, ist noch immer unklar. (Bild: Ralph Ribi)

Adrian Lemmenmeier

adrian.lemmenmeier@tagblatt.ch

Im Gebiet Sommerau soll ein Gewerbe- und Industrieareal entstehen. Das haben die Gossauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bereits vor acht Jahren entschieden. Inzwischen ist einiges geschehen (siehe Zweittext). Gebaut wurde aber noch nichts. Die gut 90000 Quadratmeter grosse Fläche zwischen dem Autobahnzubringer Gossau-Arnegg und der Bahnlinie Gossau-Sulgen liegt nach wie vor brach.

Das soll sich ändern. Die Stadt Gossau will das Gelände mit einer Strasse vom Autobahnzubringer her erschliessen. Seitens der Migros, der das Areal seit Dezember 2014 gehört, hiess es noch vor drei Jahren, es könne mit der weiteren Planung zügig vorangehen, wenn die Frage der Erschliessung geklärt sei. Geht es mit der Überbauung des Gebiets Sommerau also plötzlich schnell?

Lichtsignale könnten gebaut werden

Eins nach dem andern. Damit das Gebiet Sommerau vom Autobahnzubringer her erschlossen werden kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss das «Verfahren zur Festsetzung einer Verkehrsordnung» abgeschlossen sein. Dafür ist das Bundesamt für Strassen (Astra) zuständig. Mittlerweile ist das Verfahren abgeschlossen, wie Stefan Hauser, Astra-Kommunikationsverantwortlicher für das Gebiet Nordostschweiz, auf Anfrage bestätigt. «Die Verfügung zur Verkehrsanordnung ist rechtskräftig», sagt Hauser. An der Kreuzung zur geplanten Strasse und an den beiden Auffahrten zur Autobahn können somit Lichtsignale angebracht werden, um den Verkehr besser zu regeln. Nötig werden die Lichtsignale allerdings erst, wenn das Areal Sommerau tatsächlich überbaut wird.

Auch die Stadt hatte bis vor einigen Tagen den Teilstrassenplan aufgelegt für den ersten Abschnitt einer Zufahrtsstrasse auf das Sommerau-Areal. Eine Einsprache sei eingegangen, bestätigt Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt. Um weitere Strassen auf dem Areal Sommerau zu planen, sei es derzeit zu früh, sagt Salzmann. Denn die weitere Erschliessung des Gebiets hänge davon ab, was die Eigentümerin, die Migros, plane. Diese wiederum macht ihre Planung von der Zubringerstrasse abhängig. «Sobald eine Bewilligung dafür vorliegt, werden wir mit der konkreten Planung für diese Arbeiten beginnen», schreibt Andreas Bühler, Leiter Kommunikation bei Migros Ostschweiz, auf Anfrage. Die Migros Ostschweiz habe ein grosses Interesse daran, das Gebiet Sommerau möglichst rasch zu erschliessen und für die künftige Nutzung bereitzustellen.

Verhandelt wird Ende Jahr

Wie die Migros das Gelände genau nutzen will, ist nach wie vor offen. Sicher ist, dass sie wie geplant einen Teil der Fläche dem lokalen Gewerbe zur Verfügung stellt. Es gebe verschiedene Unternehmen aus Gossau, aus der näheren Umgebung wie auch aus anderen Regionen, die Interesse am Standort angemeldet hätten, so Bühler weiter. «Wir gehen heute davon aus, dass wir gegen Ende dieses Jahres mit interessierten Unternehmen in Verhandlungen treten können.»

Wie gross die Fläche sein wird, welche die Migros an das lokale Gewerbe abgibt, ist allerdings immer noch unklar.

Von der Wiese zur Brache

Rückblick In Gossau mangelt es an Gewerbe- und Industrieland. Darüber waren sich die Parteien vor acht Jahren einig. Wo aber soll es erschlossen werden? Der Stadtrat schlug vor, das Gebiet Moosburg für die Industrie verfügbar zu machen. Das überparteiliche Komitee «Ja zur Erschliessung des Gebietes Sommerau Nord» war anderer Meinung. Es wollte das Sommerau-Areal zum Industrie- und Gewerbegebiet umzonen. 2011 lancierte es dazu eine Volksinitiative.

Die Stimmbürger entschieden sich klar für das Gebiet Sommerau und knapp gegen Moosburg. Bis die Umzonung abgeschlossen werden konnte, zogen aber noch einige Jahre ins Land. Die IG Sommerau, Pro Natura und ein Anwohner legten Rekurs ein. Den einen waren die am Rande des Areals geplanten Grünstreifen zu breit, den anderen zu schmal.

Im Besitz von Migros Ostschweiz

Nach zähen Verhandlungen einigte man sich 2014, kurz vor dem Inkrafttreten des neuen Raumplanungsgesetzes. Seither gilt das Gebiet Sommerau als Gewerbe- und Industrieland. Im Dezember 2014 verkaufte die Interessensgemeinschaft Sommerau AG das gut 90000 Quadratmeter grosse Gebiet an die Migros Ostschweiz. Die Migros benötigt die letzte grosse Industriefläche Gossaus, um den Standort ihres Firmensitzes zu stärken. Ein Teil der Fläche soll aber an das lokale Gewerbe abgetreten werden. 2015 hiess es bei der Migros, das Land könne 2016 weitervermarktet werden, man verwies aber darauf, dass erst die Erschliessung geklärt sein müsse. (al)

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