Grosser Auftritt nach zweitägiger Probe

HEIDEN. Während zweier Tage probten 45 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Michael Weber Chorliedergut aus fünf Jahrhunderten. Am Sonntag folgte ein Konzert mit der Bläsergruppe Heiden. Die Bläsergruppe tritt übrigens auch am 26. Dezember um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Heiden auf.

Isabelle Kürsteiner
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HEIDEN. Während zweier Tage probten 45 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Michael Weber Chorliedergut aus fünf Jahrhunderten. Am Sonntag folgte ein Konzert mit der Bläsergruppe Heiden. Die Bläsergruppe tritt übrigens auch am 26. Dezember um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Heiden auf. Gäste in diesem Konzert werden die Walzenhauser Hackbrettspieler Hanna Keller und Fredi Zuberbühler sein.

Applaus und Bravorufe

Bereits zum siebtenmal organisierte Michael Weber das von Ernst Suhner angedachte Appenzeller Singwochende im Sonneblick in Walzenhausen. 45 Sängerinnen und Sänger von Zürich bis Chur liessen sich in das Chorliedgut von mehreren Jahrhundert einführen. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden für das Schlusskonzert zehn Lieder einstudiert. Die Stimmung war am Sonntag in der evangelischen Kirche Walzenhausen sichtlich gespannt. Doch schon nach dem Einzug hatte der Ad-hoc-Chor die Zuhörerschaft in ihren Bann gezogen. In der Folge boten sie ein veritables Spektrum des Chorgesanges von «Bonum est confidere» (um 1900) über «Aller Augen warten auf dich» aus dem 17. Jahrhundert bis zum zeitgenössischen «Kleines Senfkorn Hoffnung». Mutig dann das Lied aus dem 16. Jahrhundert: «Der Winter ist vergangen». Mit Ohrwürmern wie «Alle Vögel sind schon da» und «Nun ruhen alle Wälder» schloss Michael Weber den ersten Teil des Konzertes. Das Publikum entliess den Chor mit viel Applaus und Bravorufen.

Bläsergruppe Heiden zu Gast

Während sich die Gäste, in diesem Jahr die Bläsergruppe Heiden, aufstellten, wurde das Dargebotene allseits gelobt. Die Bläsergruppe trat unter der Leitung von Stefan Zeller, dem Schwager von Michael Weber, auf. Natürlich verlangte das Publikum eine Zugabe, die gerne gegeben wurde. Dann kam noch einmal der Chor zu Zuge. Es folgte ein Spiritual sowie «Abend ward». Zum Schluss forderte Michael Weber auf, das Landsgemeindelied gemeinsam und stehend zu singen, wobei sich der Chor die dritte Strophe vorbehielt. Diese Aufforderung wurde gerne gefolgt und für einen Moment sprang der Spirit des Wochenendes, das Gemeinsamkeitsgefühl, das zusammen singen, auf die Zuhörerschaft über.