Grosseinsatz an der Felsenstrasse

In der Nacht auf gestern ist in einem Mehrfamilienhaus an der Felsenstrasse ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Ein Bewohner liegt derzeit im Spital. Unterdessen ist er ausser Lebensgefahr.

Sebastian Schneider
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Über 50 Einsatzkräfte standen an der Felsenstrasse im Einsatz. (Bild: Marc Stünzi)

Über 50 Einsatzkräfte standen an der Felsenstrasse im Einsatz. (Bild: Marc Stünzi)

Verkohlte Bretter, angebrannte Ordner und zerstörte Kleinmöbel liegen vor dem Wohnhaus an der Felsenstrasse 78. Auch die geschwärzte Hausfassade oberhalb des Fensters im ersten Stock zeugt vom Brand, der kurz vor Mitternacht am Montag ausgebrochen ist. Vor dem Haus diskutieren zwei Bewohner die Ereignisse der vergangenen Nacht. Der Mann kann sich gut daran erinnern, als er um 23 Uhr Flammen bemerkte und brennende Gegenstände auf die Strasse fliegen sah. «Ich habe darauf sofort Alarm geschlagen.»

«Richtig reagiert»

Zum Glück sei für die meisten Bewohner nichts Schlimmeres passiert. Vor allem er sei glimpflich davon gekommen: In seiner Wohnung weiche langsam der bissige Rauchgestank und einen Wasserschaden habe er auch nicht festgestellt. «Die Bewohner haben richtig reagiert», sagt Christian Isler, Kommandant von Feuerwehr und Zivilschutz. Die Evakuierung sei bei den meisten rasch erfolgt.

Ausser Lebensgefahr

Bei der Person im ersten Stock, bei der das Feuer ausgebrochen war, habe allerdings die Türe aufgebrochen werden müssen. Der Mieter habe eine Rauchvergiftung erlitten und musste ins Spital gebracht werden, wie die Stadtpolizei gestern morgen in einer Mitteilung schrieb. Am Nachmittag konnte Pressesprecher Benjamin Lütolf mehr zur Situation des Mieters sagen: «Er befindet sich nun ausser Lebensgefahr. Er bleibt aber vorerst im Spital.»

Eine Hausbewohnerin musste gemäss Mitteilung ebenfalls ins Spital gebracht werden. Sie wurde laut Lütolf kurze Zeit später wieder entlassen.

Zur Brandursache kann Pressesprecher Lütolf noch nichts sagen. Sie werde derzeit von der Kantonspolizei ermittelt. Der Sachschaden dürfte sich auf mehrere tausend Franken belaufen.

Über 50 Einsatzkräfte

Die Bewohner, die rechtzeitig das Haus verlassen hatten, kehrten noch vor 1 Uhr morgens in ihre Wohnungen zurück. «Die Feuerwehr hat gute Arbeit geleistet», findet der Mann, der Alarm schlug. Sein Anruf löste einen Grosseinsatz der Feuerwehr aus: Neben Polizei und Sanität standen gemäss Polizeimeldung rund 50 Einsatzkräfte der Miliz- und Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Immer wieder starrt der Mann an die Hausfassade. «Es hätte schlimmer kommen können. Im Innern besteht fast alles aus Holz», sagt er. Nun gehe er sich hinlegen. Er müsse noch etwas Schlaf nachholen.

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