Grosse Vielfalt trotz zu heissem Sommer

GOLDACH. Gertrud Jäger aus Goldach kontrolliert die Pilze in der Region. In diesem Jahr kamen weniger Leute mit weniger Funden zu ihr als im vergangenen. Doch habe sie die Vielfalt erstaunt, welche sie zu sehen bekam. Und sagt, dass auch jetzt noch Pilze gefunden werden.

Christoph Renn
Merken
Drucken
Teilen
Von giftig bis essbar: Der Fliegenpilz (links) sollte nicht auf die Speisekarte. Der Maronenröhrling hingegen ist ein beliebter Speisepilz. (Bilder: Andreas Walker)

Von giftig bis essbar: Der Fliegenpilz (links) sollte nicht auf die Speisekarte. Der Maronenröhrling hingegen ist ein beliebter Speisepilz. (Bilder: Andreas Walker)

Eine Zeichnung eines Fliegenpilzes ziert die Eingangstür von Trudi Jägers Haus in Goldach. Im Eingangsbereich hängen Bilder von Champignons. Die Regale in der Wohnung sind gefüllt mit Büchern über Pilze. Im Garten liegen Pilze zum Trocknen. Trudi Jägers Leben dreht sich rund um Pilze. Sie kontrolliert sie in den Gemeinden der Region Rorschach. In diesem Jahr nicht so viele wie auch schon, doch «habe ich einige überraschende Exemplare zu sehen bekommen».

Kleine Menge, grosse Vielfalt

Der Sommer sei für die Pilze zu heiss und trocken gewesen. «Sie lieben nasses, aber nicht zu kaltes Wetter», sagt Jäger. Doch auch in diesem Jahr gab es Pilzsorten, welche massig sprosen: Das Wetter habe besonders den Wiesenchampignons und den rosablättrigen Egerlingsschirmlingen behagt – wie es seit dem Hitzesommer 2003 nicht mehr der Fall war. Aber nicht nur kleine Pilze lagen bei Trudi Jäger auf dem Tisch. «Ich durfte auch einige sehr schöne Steinpilze kontrollieren.» Obwohl Trudi Jäger von der Menge her nicht so viele Pilze kontrolliert habe, sei sie von der Vielfalt, welche doch gefunden wurde, überrascht gewesen. Zuden Highlights gehöre sicherlich jener Kunde, welcher Trüffel zur Kontrolle gebracht habe. Hingegen hätte sie wenige Morcheln gesehen. Aber auch diese Pilze seien gewachsen, einfach nicht so zahlreich.

In der Natur sein

Genau wie die Menge ist auch das Ende der Pilzsaison vom Wetter abhängig. «Man kann auch jetzt noch Pilze finden, ja sogar im Winter», sagt Jäger. Nur sei die Chance auf einen Fund geringer. Entweder lägen sie unter einem Haufen Blätter oder seien vom Schnee bedeckt. «Vor allem Hallimasche gedeihen auch um diese Jahreszeit noch ziemlich gut.»

Doch egal, wie viele Pilze man noch findet: Das Beste am Pilzen sei sowieso der Aufenthalt in der Natur.