Grosse Pläne auf dem Rosenberg

Das Institut auf dem Rosenberg hat einen Überbauungsplan für sein grosses Areal erarbeitet. Baumschutz und Ortsbildschutz wurde Rechnung getragen. Einsprachen sind gemäss Institutsleitung dennoch zu erwarten.

Elisabeth Reisp
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Im Institut auf dem Rosenberg hat man sich Gedanken über die bauliche Zukunft gemacht. (Bild: Michel Canonica)

Im Institut auf dem Rosenberg hat man sich Gedanken über die bauliche Zukunft gemacht. (Bild: Michel Canonica)

Für das Institut auf dem Rosenberg liegt derzeit ein Überbauungsplan auf. Das komplette Areal wurde auf potenzielle Bauplätze überprüft. Tatsächlich gebaut wird gemäss Verwaltungsratspräsident Bernhard Gademann kurz bis mittelfristig nur wenig. Mit dem Überbauungsplan sollen Institut, Stadt und Anwohner ein richtungsweisendes Plangerüst haben, wie die Zukunft am Rosenberg aussehen könnte. Ob dieses Projekt das Auflageverfahren schlank durchläuft, zweifelt Gademann an: «Trotz intensiver Planung und positivem Dialog mit den Anwohnern, muss man bei Plänen dieser Grösse immer mit Einsprachen rechnen.» Das Projekt liegt bis 9. September öffentlich auf.

Eine Wiese bleibt Reserve

Das Institut auf dem Rosenberg hat eine 126jährige Geschichte. Entsprechend erhaben thront es auf der Kuppe des Rosenbergs, eingebettet in eine Parkanlage mit wertvollem Baumbestand. Es sind die um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen Villen und die alten Bäume, die eine umfassende Planung notwendig, aber schwierig machen. «Daher haben wir den Überbauungsplan in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und einem Architektengremium erarbeitet», sagt Gademann. Vom Überbauungsplan ausgenommen ist eine grosse Wiese an Hanglage. «Sie ist eine Reserve für die ferne Zukunft. Falls dort gebaut werden sollte, wird ein spezifischer Gestaltungsplan dafür erarbeitet werden.»

Baumschutz am Rosenberg

Für die potenziellen Bauplätze wurden neue Vorschriften festgelegt, die teilweise von der Regelbauweise abweichen. So dürfen Neubauten, die näher beim Hauptgebäude zu stehen kommen, teilweise höher werden, als der es Zonenplan vorschreibt. Andererseits dürfen abgelegenere Bauten nur ein- statt bis zu dreistöckig gebaut werden. Damit der Gesamteindruck erhalten bleibt, dürfen neue Gebäude an der Strasse die Sicht auf die alten Prachtbauten nicht verdecken.

Gemäss Alfred Kömme, Sekretär der Direktion Bau und Planung, ist deshalb eine sorgfältige Gesamtplanung nötig. «Das Institut befindet sich an prominenter Lage, der Baumbestand – übrigens auf dem ganzen Rosenberg – steht unter Schutz», sagt Kömme. Zwar sei es nicht zu vermeiden, dass im Zuge von Bauarbeiten einzelne Bäume gefällt werden. Der Plan sei aber so ausgearbeitet, dass die besonders wertvollen Bäume geschützt bleiben.

Institut nimmt keine Spenden

Der Überbauungsplan ist grosszügig angelegt. Aber nicht aus aktueller Not entstanden. Gademann: «Wir möchten unsere Schüler-Kapazitäten bewusst nicht erhöhen.» Vielmehr soll sich das Institut den veränderten Ansprüchen anpassen können. Gebaut wird in absehbarer Zeit aber nur wenig. Gademann: «In erster Linie bauen wir eine Turnhalle und später ein weiteres Wohn- und Schulhaus.» Geplant sind diese zwei Projekte im Zeitraum von fünf Jahren. Auf dem Areal ist dereinst auch ein Raum der Stille geplant. «Wir haben Schüler aus 40 verschiedenen Nationen mit verschiedenen Religionen, dem wollen wir gerecht werden.»

Zuerst müsse das Institut aber das entsprechende Geld verdienen, sagt Gademann. Spenden nehme das Institut ausnahmslos keine an. In anderen Privatschulen ist dies durchaus üblich. «Wir verzichten darauf. Denn wir legen Wert auf Unabhängigkeit.»

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