Gratis-Wireless hat Erfolg

Das Pilotprojekt «St. Galler Wireless» ist abgeschlossen. In wenigen Wochen wird dem Stadtparlament ein Bericht dazu vorgelegt. Die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden: Die Nutzung ist stark gestiegen.

Sarah Schmalz
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Das «St. Galler-Wireless» wird von der Bevölkerung gut genutzt. (Bild: Urs Bucher)

Das «St. Galler-Wireless» wird von der Bevölkerung gut genutzt. (Bild: Urs Bucher)

Waren es im vergangenen Februar noch rund 10 000 Sessions pro Tag, sind es heute bereits 36 000. Und die Nutzung des «St. Galler Wireless» steigt weiter: Laut Rolf Reinhart, Telecomleiter Verkauf und Marketing bei den Stadtwerken, registrieren sich wöchentlich zwischen 800 und 1000 neue Geräte. Das liege vor allem am Entscheid, den «Premium-Dienst» abzuschaffen und den Gratis-Dienst «Basic» aufzuwerten.

Sprunghafter Anstieg

Das Bezahlmodell, von dem sich die Stadt zumindest eine Teil-Refinanzierung von Aufbau und Betrieb des Netzes erhofft hatte, war bei den Nutzern durchgefallen. Die Stadtwerke haben deshalb entschieden, die volle Bandbreite von bis zu 100 Megabit pro Sekunde kostenlos anzubieten. Zudem müssen sich registrierte Nutzer im «St. Galler Wireless»-Gebiet nicht mehr einloggen, sie werden automatisch verbunden. Nach dieser Umstellung vom Februar ist die Nutzung sprunghaft von 10 000 auf 16 000 Sessions pro Tag angestiegen.

Der abschliessende Bericht über das Pilotprojekt wird in etwa einem Monat dem Parlament vorgelegt, welches über das weitere Vorgehen und einen allfälligen Ausbau der erschlossenen Gebiete entscheidet.

Reduzierte Mobilfunkstrahlung

Die Stadt erhofft sich durch das Projekt «Wireless St. Gallen» beziehungsweise durch den Aufbau eines Mikrozellennetzes, eine Reduktion der Mobilfunkstrahlung. Laut dem städtischen Amt für Umwelt und Energie ergaben Messungen, dass die Strahlung an gewissen Orten tatsächlich reduziert werden konnten. Die Daten werden derzeit ausgewertet und im Abschlussbericht veröffentlicht.

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