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Granada ist eine Reise wert

An der WM im Sportschiessen im spanischen Granada holen mit Andreas Riedener und Frederik Zurschmiede zwei junge St. Galler mit dem Schweizer Pistolenteam die Silbermedaille. Sie krönen damit eine erfolgreiche Saison.
Daniel Good
Andreas Riedener aus Untereggen ist der beste Schweizer Nachwuchsschütze mit der Pistole. Er hat grosse Ziele und einen prominenten Vorgänger aus der Ostschweiz. (Bild: pd)

Andreas Riedener aus Untereggen ist der beste Schweizer Nachwuchsschütze mit der Pistole. Er hat grosse Ziele und einen prominenten Vorgänger aus der Ostschweiz. (Bild: pd)

SCHIESSEN. Konrad Stäheli, der erfolgreichste Schweizer Sportschütze an Olympischen Spielen, starb 1931 in St. Gallen. Stäheli war dreimal Olympiasieger geworden, einmal mit der Pistole. Mit diesem Sportgerät wissen auch junge St. Galler Schützen gewandt umzugehen. An der WM in Granada gewannen Andreas Riedener und Frederik Zurschmiede mit der Standardpistole zusammen mit dem Zürcher Simon Liesch Silber mit dem Schweizer Team.

Sieg bei den Aktiven

Dank den WM-Medaillen hinter der Mannschaft aus der Mongolei, aber vor jener aus China, krönten der 20jährige Riedener und der erst 16jährige Zurschmiede in Andalusien eine höchst erfolgreiche Saison. Mit ihrem Club, den Sportschützen St. Fiden St. Gallen, wurden sie zusammen mit Alexander Riedener, dem Bruder von Andreas, und Silvan Inauen auch Schweizer Meister bei den Aktiven. Andreas Riedener sicherte sich einen weiteren Schweizer-Meister-Titel, Alexander Riedener holte Silber, und Zurschmiede auch noch Bronze. Mit Dominik Manser gewann ein weiterer Sportschütze von St. Fiden St. Gallen mit der Freipistole Gold an der Schweizer Meisterschaft.

Die Selbstverantwortung

Riedeners wohnen in Untereggen, Zurschmiede besucht die Sportschule Appenzellerland. «Mir gefiel die Selbstverantwortung beim Schiessen. Wenn ich einen Fehler mache, muss ich damit leben und ihn selber ausbügeln», sagt Andreas Riedener über seine Anfänge im Schiesssport im Jahr 2008 im Martinstobel in der Zehn-Meter-Anlage des Vereins. Noch früher spielte Riedener mit Begeisterung Fussball: «Da musste ich auch noch Verantwortung für die Mitspieler übernehmen.»

Rasch stellten sich bei Riedener im Schiessstand dank seinem St. Galler Förderer Markus Angehrn Fortschritte ein. «Ohne die Unterstützung von Angehrn wäre es nie möglich gewesen, schon im ersten Jahr an der Schweizer Meisterschaft teilzunehmen», sagt Riedener. Auch auf internationaler Ebene war er früh erfolgreich. Bereits 2011 wurde Riedener in Finnland Junioren-Europameister in einer olympischen Disziplin. Dass er der beste Schweizer Nachwuchsschütze mit der Pistole ist, stellte er 2012 am Eidgenössischen unter Beweis, als er in Glarus in zwei Disziplinen König wurde.

Unmissverständliches Ziel

Bis der Polymechaniker Andreas Riedener so weit ist wie Altmeister Stäheli, muss sich das Talent aus der Ostschweiz jedoch noch steigern. Aber das Ziel Riedeners im Sport ist unmissverständlich. Er will auch einmal Olympiasieger werden. Riedener wäre der erste Schweizer Pistolenschütze seit Stäheli im Jahr 1900 in Paris, dem dies gelingen würde. Mit den drei Goldmedaillen war Stäheli sportartenübergreifend sogar der zweiterfolgreichste Athlet jener Spiele.

WM-Silber: Andy Riedener, Frederik Zurschmiede und Simon Liesch. (Bild: pd)

WM-Silber: Andy Riedener, Frederik Zurschmiede und Simon Liesch. (Bild: pd)

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