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GRABS: Gartmann ist neuer SVP-Präsident

Es brauchte mehrere Wahlgänge und schliesslich setzte er sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen durch: Der Melser Walter Gartmann steht neu der wählerstärksten Partei im Kanton vor.
Regula Weik
Walter Gartmann-Kalberer ist der neue Präsident der SVP Kanton St.Gallen. (Bild: Keystone)

Walter Gartmann-Kalberer ist der neue Präsident der SVP Kanton St.Gallen. (Bild: Keystone)

GRABS. Bruno Dudli, Walter Freund, Walter Gartmann: Diese drei Männer standen in den Startlöchern für das Parteipräsidium. Die Ausmarchung zog sich denn auch in die Länge: Im ersten Wahlgang erreichte keiner der drei das absolute Mehr. Noch vor der zweiten Runde zog sich Walter Freund, Landwirt aus Eichberg, zurück; er hatte am wenigsten Stimmen (32) der drei Bewerber erhalten. Gartmann erzielte 74 Stimmen, Dudli 58.

Gradlinig und hemdsärmlig
Nach zweieinhalb Stunden Versammlung und nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen stand der neue Präsident der wählerstärksten Partei im Kanton fest: Walter Gartmann. Seine Wahl ist eine klare Ansage – an die

Parteimitglieder wie auch an die andern Parteien: "Wir müssen uns nicht anpassen – wir sind die SVP." Der 47jährige Melser Unternehmer und vierfache Familienvater gehört seit 2004 dem Kantonsparlament an – mit Unterbrüchen. Wer seine dortigen Voten im Ohr hat, der weiss: Gartmann nimmt kein Blatt vor den Mund. Er nennt die Dinge beim Namen. Er selber bezeichnet sich als "gradlinig, ehrlich und strikte auf Parteikurs". Und er weiss um seine "Hemdsärmligkeit", die manchmal auch Parteikollegen eine Spur zu direkt sei.

Als politische Ziele nennt er auf seiner Homepage: Bildungsstätten statt Kinderkrippen und Kuschelschulen. Wieder mehr Markt als DDD-mässige Planwirtschaft und ein Land, wo statt Faulheit wieder Leistung belohnt wird. Mit Gartmann als Parteipräsident und Michael Götte als Fraktionspräsident sind nun der südliche wie der nördliche Kantonsteil an der Spitze vertreten.

Ein Abschied "ohne Groll"
Vorgängig vor der bisherige Präsident Herbert Huser mit langem Applaus verabschiedet worden. Er hatte der Partei vier Jahre vorgestanden. Nach seiner Niederlage im ersten Wahlgang für die Regierung hatte der Altstätter Architekt seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt. Er gehe "ohne Groll und mit erhobenem Haupt", so Huser, "und mit der Gewissheit, unsere Partei, 'meine SVP', in einer hervorragenden Verfassung an meinen Nachfolger übergeben zu können."

Huser sei auch in schwierigen Situationen "immer zur Stelle" gewesen, hatte Fraktionspräsident Michael Götte, den scheidenden Präsidenten gewürdigt. "Er kuscht weder vor schwierigen Mitgliedern noch vor schwierigen Themen."

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