Gossauer Parlament will Begabte fördern

Debattiert wurde an der Parlamentssitzung nicht über die Notwendigkeit von Begabtenförderung, sondern über den richtigen Weg.

Raffael Hirt
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Gossau. Am Dienstag wurde im Stadtparlament über die von Felix Koller (FDP) und Alfred Zahner (Flig) eingereichte Interpellation zum Thema Begabtenförderung (Ausgabe vom 30. Juni) diskutiert. Einig ist man sich darüber, dass der jetzige Zustand der Oberstufe «gut und attraktiv» sei, so Schulratspräsident Urs Blaser (FDP).

Wenig Konsens herrscht jedoch bezüglich der Richtung, die in Sachen Begabtenförderung eingeschlagen werden soll. Die Initianten Koller und Zahner sprechen sich für die Einführung einer separaten Leistungsklasse für Begabte aus. Diese Möglichkeit würde von der mit der Oberstufenreform 2012 beauftragten Projektgruppe zu wenig bedacht, da die Sicht externer Experten fehle, kritisieren sie.

Für Ruedi Manser (CVP) ist eine solch detaillierte Vorgabe durch das Parlament ein zu tiefer Eingriff in das operative Geschäft der Schulen. Er unterstütze zwar die Begabtenförderung, deren konkrete Form sei jedoch durch den Schulrat festzulegen.

Abgeschlossen wurde die Debatte im Parlament von Schulratspräsident Blaser. Er bezeichnete die Ausführungen der Initianten als korrekt, warnte aber vor den Konsequenzen einer Leistungsklasse. «Dies würde zu weniger Wahlmöglichkeiten für Schüler anderer Klassen führen», sagte Blaser. Die Idee werde aufgenommen, jedoch mit einer gewissen Skepsis.