GOSSAU: Zöpfe auf Bestellung

Zum zehnten Mal backt die Pfadi Helfenberg-Oberberg Gossau in der Backstube des Stadtbühlbeck Zöpfe. Über 9000 wurden seit Beginn der Aktion in der Region verteilt.

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Florin Scherrer ist Initiant der Zopfaktion.Bild: PD (Bild: PD)

Florin Scherrer ist Initiant der Zopfaktion.Bild: PD (Bild: PD)

Bereits zum zehnten Mal backt die Pfadi Gossau Zöpfe auf Bestellung. Zwölf Leiter der Pfadi und Ehemalige sowie Beat Bremgartner vom Stadtbühlbeck machen sich in der Nacht auf den 11. Juni ans Werk. Begonnen wird mit dem Backen um halb acht Uhr abends, fertig ist die Gruppe um zwei Uhr morgens. Anschliessend werden die Zöpfe in Gossau, Andwil und Arnegg verteilt. Spätestens um 9 Uhr liegen sie beim Empfänger im Briefkasten, verspricht die Pfadi. So wurden in den vergangenen Jahren über 3000 Eier, knapp 300 Kilogramm Butter und über 2700 Kilogramm Weissmehl verbacken. Das ergab über 9000 Zöpfe.

Die Mitglieder der Pfadi und die Leiter sammeln im Vorfeld Bestellungen für die Zöpfe, bei Eltern, Verwandten oder Lehrern. Verkauft werden zwei Grössen: ein kleiner Zopf kostet sechs, ein grosser neun Franken. «Es entbrennt ein richtiger Wettbewerb», sagt Initiant Florin Scherrer, ehemaliger Abteilungsleiter in der Pfadi. Für denjenigen mit den meisten Bestellungen gebe es einen kleinen Preis.

Schon seit Beginn dabei ist die Bäckerei Stadtbühlbeck. Die Inhaber Beat und Uschi Bremgartner unterstützen die Pfadi jedes Jahr tatkräftig in der Backstube. Für das Formen eines einzelnen Zopfs bleibt nicht viel Zeit. Bei über 900 bestellten Broten jedes Jahr erstaunt das nicht. Florin Scherrer sagt, dass das Flechten nach all den Jahren relativ locker von der Hand gehe. «Ich bin jeweils selbst überrascht, wie gut die Zöpfe aussehen.»

Entstanden ist die Zopfaktion im Jahr 2008, in dem das Bundeslager der Pfadi anstand. Das kostete für die Mitglieder mehr als gewöhnliche Lager. Dank dem Erlös der Zopfaktion konnten die Elternbeiträge jedoch tief gehalten werden. Jetzt komme das Geld direkt den Kindern zugute, sagt Florin Scherrer. Es werde vollumfänglich für einen besonderen Anlass ausgegeben. «Wir wollen den Gewinn nicht in der Kasse versanden lassen.» Besuche des Affenbergs Salem oder des Verkehrshauses in Luzern beispielsweise wurden ermöglicht. «Solche Ausflüge würden ohne die Zopfaktion unser Budget sprengen», sagt Scherrer. Er freue sich deshalb sehr über den anhaltenden Erfolg und die positiven Rückmeldungen. (lw)

Hinweis

Zopfbestellungen sind möglich bis am 8. Juni an florin.scherrer@bluewin.ch