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GOSSAU: "Wir müssen die Nähe wahren"

Als erste SP-Vertreterin durfte Monika Gähwiler-Brändle das Stadtparlamentspräsidium bekleiden. Sie habe das mit grosser Freude gemacht, sagt sie. Heute Abend gibt sie das Zepter Markus Mauchle (CVP) weiter.
Sebastian Schneider
Monika Gähwiler bei ihrer Antrittsrede vor einem Jahr. Rechts aussen auf der gleichen Reihe sitzt Nachfolger Markus Mauchle. (Bild: Ralph Ribi)

Monika Gähwiler bei ihrer Antrittsrede vor einem Jahr. Rechts aussen auf der gleichen Reihe sitzt Nachfolger Markus Mauchle. (Bild: Ralph Ribi)

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Heute Abend findet im Fürstenlandsaal die erste Parlamentssitzung des neuen Jahres statt. Für Monika Gähwiler wird es die letzte Sitzung als höchste Gossauerin sein. Heute Abend gibt sie ihr Amt ab. Obschon es zeitaufwendig gewesen sei, habe sie das Amt zu keinem Zeitpunkt als Zusatzbelastung betrachtet.

Monika Gähwiler, Sie sind das erste SP-Mitglied, das höchste Gossauerin wurde. Hat die Parteizugehörigkeit im Präsidialjahr eine Rolle gespielt?

Das denke ich nicht. Ich habe es so erlebt, dass ich als Vertreterin der Stadt und Trägerin dieses Amtes wahrgenommen wurde.

Beim Amtsantritt vor einem Jahr haben Sie gesagt, Sie würden das Amt mit Freude ausüben. Wie sehen Sie es rückblickend?

Es hat mir grosse Freude bereitet. Ich blicke mit vielen schönen Erinnerungen und wertvollen Erfahrungen auf dieses Jahr zurück.

Welche Erfahrungen bleiben besonders positiv haften?

Ich habe die konstruktive Zusammenarbeit geschätzt, sei dies im Parlament oder im Präsidium gewesen. Die Zusatzaufgaben gewährten mir zudem einen vertieften Blick in die Gossauer Politik.

Aber Einfluss nehmen durften Sie dabei ja nicht oder weniger?

Als Parlamentspräsidentin muss man sich in der Debatte zurücknehmen. Einfluss kann man auf die Sitzungen nehmen: Man behält den Überblick über die Geschäfte, bereitet die Sitzungen gut vor und ermöglicht einen geordneten Parlamentsbetrieb.

Was hat Ihnen am besten Gefallen an den Aufgaben?

Das waren die vielen Begegnungen mit den Menschen in der Stadt. An den vielen Anlässen, die ich besucht habe, konnte ich zudem einmal mehr feststellen, wie lebendig unsere Stadt ist.

Sie waren also viel unterwegs. Konnten Sie auch jeder Einladung folgen?

Eine grosse Herausforderung im Amt war das Jonglieren mit allen Terminen. Ich musste aber nur einmal einen Anlass absagen.

Dann war für Sie die Zusatzbelastung problemlos zu meistern?

Ich habe die zusätzlichen Aufgaben nicht als Belastung wahrgenommen. Aber ja, die Zeit war sehr ausgefüllt. Freiräume für Weiterbildungen gab es 2017 beispielsweise nicht.

Dann sind Sie doch ein bisschen froh, dass Sie heute Abend das Zepter einem Parlamentskollegen weitergeben können?

Es bleibt auf jeden Fall mehr Zeit für anderes. Auch kann ich wieder mehr Parteipolitik betreiben und mich an den Diskussionen beteiligen.

Apropos Parteipolitik. Im Wahlherbst hatten Sie als Stadtratskandidatin einen zweiten Hut auf. Führte die Doppelrolle nie zu Problemen?

Ich habe mir meine Kandidatur im Vorfeld sehr gut überlegt. Diese Doppelrolle war mir von Anfang an bewusst. Deshalb ist es mir gelungen, die beiden Dinge auseinanderzuhalten.

Ihr Motto als höchste Gossauerin war «Rede mitenand». Denken Sie, Sie haben damit etwas erreichen können?

An diesen Leitsatz habe ich keine Erwartung geknüpft. Man konnte ihn als Anstoss nehmen, sich vielleicht inspirieren lassen.

Ihr Leitspruch scheint im Moment etwas quer in der Landschaft zu liegen. Der Wahlkampf ums Stadtpräsidium spaltet Gossau.

Dieser Leitspruch liegt nie quer in der Landschaft. Er ist immer aktuell. Gerade jetzt. Nur weil unterschiedliche Meinungen vorhanden sind, heisst das nicht, dass nicht miteinander geredet wird. Ich beobachte das Gegenteil.

Dann sehen Sie den derzeitigen Wahlkampf nur positiv?

Es ist doch gut, dass im Moment so viel diskutiert wird. Die Gossauerinnen und Gossauer sind politisch hoch interessiert.

Was wünschen Sie dem politischen Gossau in den nächsten Jahren?

Ich hoffe, dass die Politik die Nähe zu den Menschen in unserer Stadt wahrt. Es ist das Wichtigste, dass wir miteinander die Zukunft bestimmen und gestalten.

Wollen Sie Ihrem Nachfolger, Markus Mauchle von der CVP, noch etwas mit auf den Weg geben?

Dieses Amt darf der Träger selber gestalten; ich will ihm darum keine Tipps geben. Ich wünsche ihm jedoch, dass ihm das Amt ebenso Freude bereitet wie mir.

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