GOSSAU: Wie meistert die Stadt das Asylwesen?

Zurzeit leben in Gossau rund 200 Asylsuchende. Grund genug für SP-Parlamentarierin Itta Loher, nachzufragen, wer sich ihrer annimmt.

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Im Frühling hat man in der «Goss­auer Zeitung» «von wachsenden Ausgaben» und gar «explodierenden Kosten im Asylwesen» lesen können. In Zahlen heisse dies, dass Gossau in der Jahresrechnung einen Nettoaufwand von moderaten 320000 Franken für das Asylwesen verbucht habe, schreibt SP-Parlamentarierin Itta Loher in ihrer einfachen Anfrage an den Stadtrat. Unbestritten hingegen sei, dass Millionen von Menschen auf der Flucht sind und ebenso, dass diese beherbergt und betreut werden müssen. Aktuell sind es rund 200 Personen, die in Gossau aufgenommen wurden. «Qualitativ gute Integration bedeutet angemessene Unterkunft und vor allem schnellstmöglich gute Deutschausbildung. Diese ist längerfristig unabdingbar für ein unabhängiges Leben in unserem Lande», schreibt die SP-Parlamentarierin.

Unterstützung für die Unterstützer

Mit total 240 Stellenprozent kümmern sich Mitarbeitende der Stadt Gossau von Amtes wegen um die Asylsuchenden. Die Qualität der Integration jedoch messe sich wohl zu einem wesentlichen Teil an der erheblichen Freiwilligenarbeit der Frauen und Männer, die sich bereiterklärt haben, die Flüchtlinge zu betreuen, heisst es in der einfachen Anfrage. Itta Loher möchte daher vom Stadtrat wissen, wie viele freiwillige unbezahlte Helferinnen und Helfer die bezahlten Mitarbeitenden der Stadtverwaltung in der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge unterstützen. Und in welcher Form die Stadt Gossau die Helfer wertschätze und unterstütze, damit diese ihre «wertvolle Integrationshilfe kompetent erbringen können». Auch fragt Itta Loher, wie der Sprachunterricht für Asylsuchende organisiert und finanziert werde. In ihrer vierten und letzten Frage möchte sie vom Stadtrat wissen, was unternommen wird, damit die Stadtverwaltung in ihrer Aufgabe, Asylsuchende unterzubringen und adäquat zu betreuen, entlastet wird. (pd/ad)