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GOSSAU: Wer über Gossau eine Drohne fliegen lässt, kassiert eine Busse

Ohne Bewilligung müssen Drohnen in Gossau auf dem Boden bleiben. Grund ist die Rega Basis. Es drohen Strafanzeige und Busse. Drohnenpiloten müssen weitere Regeln beachten.
Nina Rudnicki
Über Gossau sind Drohnen nicht erlaubt. Sie könnten die Rega-Helikopter behindern. (Bild: Hanspeter Schiess)

Über Gossau sind Drohnen nicht erlaubt. Sie könnten die Rega-Helikopter behindern. (Bild: Hanspeter Schiess)

Drohnen am Himmel sind längst kein aussergewöhnlicher Anblick mehr. Die Info-Seite des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) zum Gebrauch von Drohnen ist denn auch mittlerweile äusserst umfangreich. Es gibt zahlreiche Links und Dokumente dazu, wo es erlaubt ist, Drohnen steigen zu lassen und wo nicht. Hilfreich ist diesbezüglich auch die interaktive Karte mit den Einschränkungen für Drohnenpiloten.

Über Gossau allerdings trifft man sie selten an. Das hat einen Grund: Gossau liegt in einer Zone, in der Drohnen verboten sind. Grund dafür ist die Rega Basis, die als Flugplatz gilt. Auf der Homepage des BAZL heisst es dazu: «Der Betrieb von Modellluftfahrzeugen und Drohnen mit einem Gewicht zwischen einem halben und 30 Kilogramm ist in einem Abstand von weniger als fünf Kilometern von den Pisten eines zivilen oder militärischen Flugplatzes untersagt.» Das BAZL ist auch zuständig für die Reglemente von Gebieten der Armee. Durchgesetzt werden diese von den zivilen Polizeikorps.

In Gossau kommt es laut Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, kaum zu Zwischenfällen mit Drohnen. Ein solcher ereignete sich beispielsweise vor einem halben Jahr während einer Rettungsaktion der Rega in Buchs. Ein Drohnen-Pilot steuerte seine Drohne direkt über den gelandeten Rega-Helikopter und gefährdete damit dessen Abflug. In den vergangenen drei Jahren habe es schweizweit rund ein halbes Dutzend Zwischenfälle mit Drohnen gegeben, teilt die Rega mit.

Nicht in Privatsphäre eindringen

Lässt jemand in Gossau seine Drohne innerhalb der Flugverbotszone steigen, muss er laut Krüsi mit einer Strafanzeige und einer Busse rechnen. Deren Höhe werde von der Staatsanwaltschaft festgelegt und hänge von der Art der Gefährdung ab. «Zudem sind Drohnen auch über Menschenansammlungen wie etwa an Sportanlässen verboten, ausser die Person hat eine Bewilligung eingeholt», sagt er.

Auch in Wohnquartieren dürfe man Drohnen nicht uneingeschränkt nutzen. Dort gelte es, die Privatsphäre zu beachten. Das BAZL schreibt dazu: «Es schätzt kein Nachbar, wenn über seinem Garten eine Drohne schwebt! Am besten fliegen Sie mit ihrem Multikopter dort, wo Sie niemanden belästigen. Zudem gilt es immer zu beachten, dass einzelne Kantone oder Gemeinden weitergehende Einschränkungen vornehmen können.» In Gossau empfiehlt Krüsi Drohnenpiloten das Gebiet um den Lindenberg.

Ein wichtiger Hinweis findet sich beim BAZL auch bezüglich der Flughöhe von Drohnen. Sie sollten über unbewohntem Gebiet niemals eine Höhe von 150 Metern und in bewohntem Gebiet von 300 Metern übersteigen, da dort bereits manntragende Flugzeuge oder Helikopter anzutreffen sind. Diese hätten kaum eine Chance, eine Drohne oder ein Modellflugzeug rechtzeitig zu erkennen.

Tipps zur korrekten Drohnenbenutzung gibt der Schweizerischer Verband ziviler Drohnen. Um Zwischenfälle zu vermeiden, muss zusammenfassend Folgendes beachtet werden: Zu Menschenmengen hundert Meter und zu den Pisten von Flugplätzen fünf Kilometer Abstand halten, Datenschutz und Persönlichkeitsschutz und temporäre Luftraumsperren bei Grossanlässen beachten – Einem guten Flug steht damit nichts mehr im Weg.

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