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GOSSAU: Teure Blasinstrumente gestohlen

Unbekannte sind in der Nacht auf Donnerstag in das Blasmusik-Center im Baumeisterhaus in Gossau eingebrochen. Die Täter haben Instrumente im Wert von 100 000 Franken entwendet. Die Polizei geht von einem gezielten Einbruch aus.
Ives Bruggmann
Auch Trompeten aus dieser Vitrine haben die Einbrecher aus den Halterungen entfernt. (Bilder: Urs Bucher)

Auch Trompeten aus dieser Vitrine haben die Einbrecher aus den Halterungen entfernt. (Bilder: Urs Bucher)

GOSSAU. Der Schock war für Instrumentenbauer Andreas Pasternak gross: Als er am Donnerstagmorgen vor seinem Arbeitsplatz, dem Blasmusik-Center an der Bedastrasse in Gossau, ankam, stand bereits die Polizei vor der Tür. Während die Polizei die Einbruchspuren sicherte, konnte Pasternak nur noch den Schaden feststellen. Aus dem Blasmusik-Center wurden insgesamt 40 Instrumente gestohlen: zwei Cornets, fünf Klarinetten, sechs Trompeten, zehn Querflöten und 15 Saxophone. Insgesamt beläuft sich der Wert der Instrumente auf 100 000 Franken.

Durch Fenster eingebrochen

Wie die Einbruchspuren verraten, sind die Täter über ein Fenster des Baumeisterverbandes des Kantons St. Gallen eingedrungen. Von dort aus sind sie dann wiederum ins Treppenhaus «ausgebrochen», um dann beim Blasmusik-Center die Eingangstür aufzubrechen. «Wir haben immer wieder Fälle, in denen gezielt in Geschäfte eingebrochen wird», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Aber dieser Fall sei schon aussergewöhnlich. «Ich gehe davon aus, dass die Täter entweder einen Auftraggeber hatten oder einen möglichen Abnehmer kannten», sagt Rezzoli. Es sei durchaus möglich, dass die Täter noch geschnappt werden. Vor allem an der Grenze seien Kontrollen möglich. «Mit diesem Risiko müssen die Täter leben.»

Seriennummer verrät Herkunft

Was den Tätern auch zum Verhängnis werden könnte, sind die Seriennummern der Musikinstrumente. «Jedes Instrument ist damit ausgestattet», sagt Pasternak. Er geht davon aus, dass die entwendeten Instrumente innerhalb der Schweiz kaum mehr verkaufbar sind. «Die Seriennummer wird in einem Musikgeschäft immer als erstes geprüft», sagt Pasternak. Dafür gebe es eine spezielle Datenbank. Zur Sicherheit werde man aber auch noch ein Rundmail an alle Musikgeschäfte versenden.

Dass die Täter über eine hohe Fachkenntnis im Bereich Musikinstrumente verfügen, bezweifelt Pasternak. «Es gab viele Anzeichen dafür, dass das Fachwissen der Täter nicht übermässig hoch war.» So hätten die Einbrecher vergleichsweise günstige Instrumente entwendet, während teurere gleich daneben zurückgelassen wurden. Zudem seien sämtliche Instrumente ohne Koffer mitgenommen worden, was absolut unüblich sei. «Die Instrumente sind schon beim Abtransport beschädigt worden», sagt Pasternak. Das sehe man alleine schon daran, wie sie aus den Halterungen entfernt worden sind.

Kein finanzieller Schaden

Immerhin entsteht aus Sicht des Blasmusik-Centers kein finanzieller Schaden. «Es ist alles so versichert, dass die Instrumente, die Sachschäden und unser Aufwand gedeckt sind», sagt Pasternak. Um den Betrieb möglichst wie vorher aufrechterhalten zu können, hat man aus dem Mutterhaus in Winterthur bereits Nachschub kommen lassen. Kundeninstrumente, welche zur Reparatur im Geschäft waren, seien vom Diebstahl nicht betroffen. «Ebenso wie die ganz grossen Instrumente. Die haben sie wahrscheinlich aus transporttechnischen Gründen dagelassen», sagt Pasternak. Er geht auch so schon davon aus, dass die Einbrecher ein paarmal hin- und herlaufen mussten, um alle Instrumente einzuladen.

Glimpflicher ist der Baumeisterverband davon gekommen. «Wir sind nur als Durchgang zum Musikgeschäft benutzt worden», sagt Geschäftsführer Kurt Maus. Im Schulungsraum hätten die Täter einen Hammer, ein Mundstück und einen Instrumentenkoffer zurückgelassen. Ausser eines kleineren Sachschadens sei aber nichts festgestellt worden. In Zusammenarbeit mit dem Blasmusik-Center werde man das Gebäude noch stärker gegen Einbrüche sichern, sagt Maus.

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