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GOSSAU: Tagesfamilien als helfende Hand im Alltag

Seit zehn Jahren unterstützt der Verein Tagesfamilien die Kinderbetreuung in der Stadt. Damit wird vor allem Frauen der Wiedereinstieg in die Berufswelt erleichtert.

Will die Mutter nach der Geburt ihres Kindes aus finanziellen oder persönlichen Gründen wieder ar­beiten, wird das Kind oftmals in einem Hort, einer Krippe oder in einer Tagesfamilie untergebracht. Letztere sind auch in Gossau sehr gefragt: Der Verein Tagesfamilien hat derzeit 63 Kinder bei 28 Tagesfamilien untergebracht. «Seit rund zehn Jahren vermitteln wir zwischen Tagesmüttern und Familien, die eine Kinderbetreuung suchen», sagt Marianne Federer, Präsidentin des Vereins Tages­familien. Die 60-Jährige weiss, wie es als berufstätige Mutter ist: «Als meine fünf Kinder noch klein waren, habe ich jeweils zwei Tage in der Woche gearbeitet.» Das war nur durch die Hilfe ihres Mannes, der Teilzeit arbeitete, der Grosseltern und einer Köchin möglich. «Heutzutage können der Mann oder die Grosseltern nicht immer das Kind hüten», sagt sie weiter. Deshalb biete man mit dem Verein eine weitere Möglichkeit zur Kinderbetreuung. Bei einkommensschwachen Familien übernimmt die Stadt einen Grossteil der Kosten. Diese Art von Betreuung bringe Vorteile mit: «Eine Tagesfamilie ist persönlicher. Denn das Kind hat nur eine Bezugsperson, nicht wie in einem Hort oder in einer Krippe.» Die Vermittlerinnen würden darauf achten, dass eine möglichst langfristige Beziehung zwischen Tagesfamilie und Kind entstehen könne. Manche Kinder bleiben bis zu zehn Jahre bei der gleichen Tagesfamilie. Zudem habe die Be­treuung für die Tagesfamilien auch Vorteile: «Die Kinder haben ein Gspänli und die Tagesmutter verdient ein wenig», sagt Marianne Federer. Dass Kinder immer früher in fremde Be­treuung gegeben werden, findet sie nicht verwerflich: «Wenn Mütter arbeiten, kommt das ihnen selbst sowie der Volkswirtschaft zugute.» Ob die Nachfrage nach Tagesfamilien in Zukunft steigen wird, kann sie nicht abschätzen. (ror)

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